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Lexikon

Begriffe ohne Tabu

514 Einträge von A bis Z — verständlich, respektlos gut erklärt und untereinander verlinkt.

A
ABC-Schutzmasken-FetischFetische

Erotische Faszination für ABC-Schutzmasken — ausgelöst durch Material, Anonymität und die veränderte, hörbare Atmung unter der Vollmaske.

AC/DCKultur

Umgangssprachlicher Ausdruck für Bisexualität – also die Anziehung zu mehr als einem Geschlecht, entlehnt aus der Elektrotechnik (Wechsel- und Gleichstrom).

AFE-ZoneAnatomie

Erogene Zone tief in der Vagina an der vorderen Wand kurz vor dem Muttermund, deren Stimulation Erregung, Befeuchtung und Orgasmen auslösen kann.

AMWFKultur

AMWF steht für „Asian Male, White Female" und bezeichnet eine Konstellation aus asiatisch gelesenem Mann und weiß gelesener Frau — als Porno-Tag wie als Selbstbezeichnung realer Paare.

ASMRKultur

Wohliges Kribbeln über Kopf und Nacken, ausgelöst durch leise Reize wie Flüstern oder Tippen — im Erotik-Kontext als sinnliche, intime Audio-Spielart genutzt.

AbbindenPraktiken

Erotisches Einschnüren von Penis, Hoden oder Brüsten mit Bändern, Seil oder Ringen, um die Durchblutung kontrolliert zu drosseln und die Empfindung zu intensivieren.

AbgreifenPraktiken

Umgangssprachlich für das ausgiebige Betasten eines Körpers mit den Händen — erregend, wenn es einvernehmlich passiert, übergriffig, wenn nicht.

AblationFetische

Ablation meint das chirurgische Entfernen oder Zerstören von Körpergewebe — im erotischen Kontext geht es vor allem um Körpermodifikation an den Genitalien sowie um Kastrations- und Nullifikations-Fantasien.

AbmelkenPraktiken

Das gezielte, oft methodisch wiederholte „Auspressen" von Penis oder Prostata, bis Sperma oder Prostatasekret austritt — bewusst herbeigeführt statt spontan.

AbolitionismusKultur

Abolitionismus ist die sexualpolitische Haltung, Prostitution als Ausbeutung zu begreifen und abschaffen zu wollen — meist über ein Sexkaufverbot, das die Kund:innen statt der Sexarbeitenden bestraft.

Abraham LincolnKultur

Augenzwinkernder Sex-Slang für den „Bart“ aus Ejakulat, der nach einer Gesichtsbesamung am Kinn zurückbleibt und optisch an den markanten Kinnbart des US-Präsidenten erinnert.

AbrasionPraktiken

Abrasion bezeichnet das bewusste Reizen der Haut durch Reibung, Kratzen oder Schaben als Spielart des Sensation Play – sowie ungewollte Mikro-Verletzungen der Haut beim Sex.

AbrichtenPraktiken

Das einvernehmliche Beibringen von Regeln, Ritualen und Verhaltensweisen innerhalb einer dominant-submissiven BDSM-Dynamik.

AbrosexuellKultur

Sexuelle Orientierung, bei der sich das eigene Begehren im Lauf der Zeit verändert — mal hetero, mal bi, mal asexuell, mal ganz anders.

AbsaftenAnatomie

Umgangssprachlicher Ausdruck für das deutliche, oft reichliche Feuchtwerden von Vulva und Vagina bei sexueller Erregung — also die natürliche Lubrikation.

AbsatzschuheFetische

Schuhe mit erhöhtem Absatz, die Haltung und Silhouette verändern und im erotischen Kontext von modischem Reiz bis zum ausgeprägten Fetisch reichen.

AbsteckePraktiken

Derber Slangausdruck für kräftigen, direkten penetrierenden Sex — vor allem im Dirty Talk zu Hause.

AbsturzPraktiken

Der oft zeitversetzte emotionale oder körperliche Einbruch nach einer intensiven BDSM-Session, international als Drop oder Sub-Drop bekannt.

Abweichendes SexualverhaltenKultur

Sammelbegriff für sexuelle Vorlieben und Handlungen, die von der jeweiligen gesellschaftlichen Norm abweichen — entscheidend ist nicht das Etikett, sondern ob alles einvernehmlich, sicher und unter Erwachsenen geschieht.

AbzockfotzeKultur

Derb-vulgäres, frauenfeindliches Schimpfwort für Frauen, denen unterstellt wird, sexuelles Interesse nur vorzutäuschen, um an Geld oder Vorteile zu kommen.

AdamitenKultur

Adamiten waren religiöse Gemeinschaften, die rituelle Nacktheit als Rückkehr zur paradiesischen Unschuld Adams verstanden — und so zu historischen Vorläufern heutiger Körper- und Nacktheitsdebatten wurden.

AdspektprostitutionPraktiken

Bezahlte sexuelle Dienstleistung, bei der nicht die Berührung, sondern das Zuschauen im Mittelpunkt steht — etwa bei Peepshows, Live-Sex-Bühnen oder Camgirl- und Camboy-Arbeit.

AdultbabyFetische

Ein erwachsener Mensch, der zeitweise bewusst in die Rolle eines Babys oder Kleinkinds schlüpft – als Teil des ABDL-Spektrums und des Ageplay.

AffärenmanagerPlattform

Sammelbegriff für Apps und Dienste, mit denen sich heimliche Affären und Seitensprünge getarnt und diskret organisieren lassen — angesiedelt im Spannungsfeld zwischen Diskretion und Vertrauensbruch.

AffärenzimmerKultur

Ein Affärenzimmer ist ein separater, diskret gehaltener Raum – etwa ein Hotelzimmer oder eine Zweitwohnung –, der gezielt für ungestörte erotische Treffen abseits des eigenen Zuhauses genutzt wird.

AftercareKultur

Aftercare ist die bewusste, fürsorgliche Zuwendung nach intensiver Intimität, mit der alle Beteiligten körperlich wie emotional wieder zur Ruhe kommen.

Afterglow-EffektKultur

Das wohlige, entspannte Nachglühen nach befriedigendem Sex oder Orgasmus, getragen von Bindungshormonen wie Oxytocin und einem Zustand körperlicher und seelischer Zufriedenheit.

AgeplayPraktiken

Einvernehmliches Rollenspiel unter Erwachsenen, bei dem mindestens eine Person bewusst ein anderes Lebensalter verkoerpert — juenger oder aelter, mal erotisch, mal als reine Fuersorge.

AgonophilieFetische

Agonophilie ist die sexuelle Erregung durch spielerischen Kampf, Ringen oder vorgetäuschten Widerstand eines Partners — einvernehmlich inszeniert, nie echte Gewalt.

AhegaoFetische

Stark übertriebener, ekstatischer Gesichtsausdruck aus Manga/Hentai, der vollständigen Kontrollverlust vor Lust inszeniert — heute auch eigenständiger Reiz in Foto, Cosplay und Porno.

Alaska-PipelinePraktiken

Slang-Begriff für eine Tabu-Praktik, bei der eine eingefrorene Körpersubstanz — meist gefrorener Kot, manchmal Sperma — zu einem harten Stab geformt und zur Penetration genutzt wird; mehr Internet-Folklore als verbreitete Praxis.

AlbanischPraktiken

Szene-Begriff aus dem deutschsprachigen Rotlicht-Jargon für Achselverkehr — das stimulierende Reiben des Penis in der Achselhöhle, eine nicht-penetrative Reibungspraktik.

AlgolagnieKultur

Algolagnie ist der sexualwissenschaftliche Sammelbegriff für die Lust, bei der Schmerz – empfangen oder zugefügt – als erregend und genussvoll erlebt wird.

AlgonagnieFetische

Seltene Nebenform von Algolagnie: die lustvolle Verknüpfung von körperlichem Schmerz und sexueller Erregung – aktiv (zufügen) oder passiv (empfangen).

Alibi-AgenturKultur

Kommerzieller Dienstleister, der gegen Bezahlung Tarngeschichten und gefälschte Belege liefert, um eine Abwesenheit oder ein heimliches Treffen vor anderen zu verschleiern.

AlibimanagerKultur

Dienstleister, die gegen Bezahlung glaubwürdige Tarngeschichten konstruieren, damit ihre Kundschaft heimliche Treffen oder Affären vor Partner:in, Familie oder Arbeitgeber verbergen kann.

Alles ohnePraktiken

Sammelbegriff (kurz „AO") für sexuelle Kontakte komplett ohne Kondom und andere Barrieremittel — die risikoreichste Spielart, die ehrliche Aufklärung und Verantwortung verlangt.

AlligatorklemmenPraktiken

Gezahnte Klemmen mit kräftigem Federdruck, die im BDSM-Kontext vor allem an Brustwarzen oder Schamlippen angelegt werden, um intensive Druck- und Schmerzreize zu setzen.

Alt PornKultur

Alt Porn ist alternative, oft unabhängig produzierte Erotik, die statt Mainstream-Schönheitsidealen Subkultur-Ästhetik wie Tattoos, Piercings und Goth- oder Punk-Looks in den Mittelpunkt stellt.

Alternative klassische PaarbeziehungKultur

Eine feste, im Kern monogame Zweierbeziehung, die sexuell bewusst experimentierfreudiger und unkonventioneller gelebt wird, ohne ihre Exklusivität aufzugeben.

AltersfreigabeKultur

Die festgelegte Altersgrenze, ab der ein Medium oder Angebot legal genutzt werden darf — bei erotischen Inhalten in Deutschland praktisch immer ab 18 Jahren.

Altersverifikationssystem (AVS)Kultur

Ein technisches Verfahren, das verlässlich prüft, ob wirklich eine volljährige Person Zugang zu altersbeschränkten Inhalten erhält — weit mehr als ein simpler „Ich bin über 18"-Button.

AltfranzösischPraktiken

Milieu-Chiffre aus Kontaktanzeigen für den Oralverkehr — meist eine besonders ausgiebige Variante oder Oralsex ohne Kondom, je nach Region und Quelle.

AltocalciphilieFetische

Altocalciphilie ist die erotische Vorliebe für hochhackige Schuhe wie Stilettos, Pumps und High Heels — und für das, was sie mit Haltung, Gang und Ausstrahlung machen.

AmateurcommunityKultur

Online-Gemeinschaft, in der Privatpersonen selbst produzierte erotische Inhalte teilen, verkaufen und gemeinsam darüber sprechen — ohne professionelles Studio.

AmateurinKultur

Eine Amateurin produziert oder zeigt erotische Inhalte selbstbestimmt und ohne professionelle Studio-Anbindung — der Reiz liegt in Echtheit und Nähe statt Hochglanz.

AmateurpornografieKultur

Selbst produzierte erotische Foto- und Videoinhalte von Privatpersonen oder Paaren statt von professionellen Studios — geschätzt vor allem für ihre Nähe und Echtheit.

AmateurpornosKultur

Selbst produzierte erotische Filme von Privatpersonen, die ohne professionelles Studio-Setup entstehen und auf Echtheit statt Hochglanz setzen.

AmateursexKultur

Sex von ganz normalen Menschen statt bezahlten Profis — echt, ungestellt und aus Lust statt aus Routine; zugleich ein beliebtes Erotik-Genre, das genau diese Authentizität feiert.

AmateurtreffenKultur

Reale Verabredung von Hobbydarstellern und Laien zum gemeinsamen Sex oder zur Produktion eigener Amateuraufnahmen abseits der professionellen Branche.

AmelotatismusFetische

Amelotatismus ist die erotische Anziehung gegenüber Menschen, denen ein oder mehrere Gliedmaßen fehlen — angeboren oder durch Amputation.

American VaudevillePraktiken

Erotische Show-Einlage zwischen Partnern — ein inszenierter Striptease oder Verführungstanz, der das Vorspiel zur kleinen Bühnennummer macht.

AmpelcodePraktiken

Ein Kommunikationssystem aus Grün, Gelb und Rot, mit dem du beim Sex jederzeit signalisierst, ob es weitergehen, langsamer werden oder sofort aufhören soll.

AmpelzimmerKultur

Ein Raum auf Sexpartys oder in Swingerclubs, dessen Zugänglichkeit über ein Ampel-Farbsystem (grün/gelb/rot) signalisiert, wer eintreten, zuschauen oder mitspielen darf.

Amputationsfantasie (BIID)Fetische

Sammelbegriff für erotische und identitätsbezogene Vorstellungen rund um fehlende Gliedmaßen – von der Anziehung zu amputierten Menschen bis zum Wunsch, den eigenen Körper als amputiert zu erleben.

AnaldehnungPraktiken

Das bewusste, schrittweise Weiten von Anus und Schließmuskel, damit größere Toys, Finger oder ein Penis angenehm und schmerzfrei aufgenommen werden können.

AnalduschePraktiken

Das gezielte Ausspülen des unteren Enddarms mit lauwarmem Wasser zur hygienischen Vorbereitung auf Analsex — freiwillig, kein Muss und bei Übertreibung kontraproduktiv.

Analer OrgasmusPraktiken

Sexueller Höhepunkt, der durch Stimulation von Anus, Enddarm und – bei Menschen mit Prostata – vor allem der Prostata ausgelöst wird.

AnalfistingPraktiken

Analfisting bezeichnet das langsame, schrittweise Einführen der ganzen Hand in den After – eine intensive Praktik, die nur mit viel Vorbereitung, Gleitgel und Vertrauen sicher gelingt.

AnalgrübchenAnatomie

Die paarigen Vertiefungen im unteren Rücken oberhalb des Gesäßes, umgangssprachlich auch Venusgrübchen genannt, die häufig als erotisches Schönheitsmerkmal gelten.

AnalhakenPraktiken

Gebogenes BDSM-Werkzeug aus Edelstahl mit analer Kugel und Öse für ein Seil — dient der Bewegungskontrolle und Fixierung, nicht dem tiefen Eindringen.

AnalingwerPraktiken

Erotische Praktik, bei der ein Stück geschälter, frischer Ingwer in den After eingeführt wird, um ein intensives, langsam ansteigendes Brenn- und Wärmegefühl auszulösen.

AnalkettePraktiken

Eine Analkette ist ein Sexspielzeug aus mehreren aufgereihten Kugeln, das anal eingeführt und – oft im Moment des Orgasmus – wieder herausgezogen wird, um den empfindlichen Schließmuskel zu stimulieren.

AnalmuskelAnatomie

Umgangssprachlicher Sammelbegriff für die ringförmigen Schließmuskeln am Darmausgang, die den After verschlossen halten und beim Analsex bewusst entspannt werden müssen.

AnalplugPraktiken

Ein meist kegel- oder tropfenförmiges Sextoy mit breiter Basis, das in den Anus eingeführt wird und dort durch das angenehme Gefühl von Fülle und Dehnung stimuliert.

Analsex (AV)Praktiken

Sexuelle Stimulation des Anus und Enddarms durch Finger, Zunge, Penis oder Spielzeug – einvernehmlich praktiziert und für alle Geschlechter lustvoll.

Analsex ohne VorbereitungPraktiken

Spontane anale Penetration ohne die sonst üblichen vorbereitenden Schritte wie Dehnen, Analdusche oder ausreichend Gleitmittel – ein Begriff zwischen Fantasie-Inszenierung und gelebter Praxis.

AnalsklavinFetische

Im BDSM eine devote Rolle, bei der sich eine Person freiwillig und einvernehmlich darauf einlässt, anal geführt, benutzt und trainiert zu werden.

AnalspekulumPraktiken

Ein spreizbares Instrument, das den Anus weitet und den Enddarm einsehbar macht — aus der Medizin stammend, im erotischen Spiel für Dehnung und Empfindungsspiele genutzt.

AnalspülungPraktiken

Das Ausspülen des Enddarms mit lauwarmem Wasser, um sich vor Analverkehr sauberer und entspannter zu fühlen.

AnaphrodisiakumKultur

Ein Mittel oder Einfluss, der die sexuelle Lust und Erregbarkeit dämpft — das Gegenteil eines Aphrodisiakums.

AnbläserinPraktiken

Umgangssprachlicher Ausdruck für eine Frau, die Oralverkehr am Penis ausführt — also „bläst“.

AndreaskreuzPraktiken

Ein X-förmiges Standkreuz, an dem eine Person mit gespreizten Armen und Beinen fixiert wird — ein Klassiker der BDSM-Ausstattung zum Spiel mit Hingabe und Kontrolle.

AngstpornoPraktiken

Erotische Inhalte und Spielarten, bei denen Angst, Nervenkitzel und Bedrohung bewusst als erregender Reiz inszeniert werden – stets im geschützten, einvernehmlichen Rahmen.

AngstspielePraktiken

Angstspiele sind eine einvernehmliche BDSM-Spielart, bei der gezielt Schreck, Nervenkitzel und Bedrohungsgefühle erzeugt werden, weil der Adrenalinkick erregend wirkt — stets im sicheren, abgesprochenen Rahmen.

AnilingusPraktiken

Anilingus bezeichnet die orale Stimulation des Anus mit Lippen und Zunge – eine intime Praktik, die auf Hygiene, Vertrauen und klaren Absprachen aufbaut.

AnimeKultur

Anime steht im erotischen Sinn für gezeichnete, stilisierte Sexualdarstellungen im japanischen Manga- und Anime-Look — reine Fiktion, von harmlos anzüglich bis explizit.

AnkotzenFetische

Erotische Spielart, bei der gezieltes Erbrechen auf oder über eine andere Person als lustvolles, meist erniedrigendes Element inszeniert wird.

Anleitung zum WichsenPraktiken

Verbale Anleitung zur Selbstbefriedigung, bei der eine Person die andere Schritt für Schritt durchs Wichsen führt — international als JOI (Jerk Off Instruction) bekannt.

AnmachenKultur

Anmachen ist das aktive, möglichst einvernehmliche Signalisieren von sexuellem oder romantischem Interesse — vom Flirtspruch über Blickkontakt bis zur ersten Annäherung.

AnonymitätslochPraktiken

Eine Öffnung in einer Wand oder Kabine, durch die hindurch anonymer Sexkontakt — meist Oralsex oder Handarbeit — stattfindet, ohne dass die Beteiligten einander sehen.

AnorgasmieAnatomie

Anhaltendes oder wiederkehrendes Ausbleiben des Orgasmus trotz ausreichender Erregung und Stimulation — und damit eine der häufigsten, aber am meisten missverstandenen sexuellen Funktionsstörungen.

Anpinkeln (NS)Praktiken

Erotische Praktik, bei der ein Mensch einen anderen einvernehmlich mit Urin benetzt — die Abkürzung NS steht für „Natursekt“.

AnspuckenPraktiken

Das bewusste, einvernehmliche Bespucken einer anderen Person als erotische Geste — meist im Rahmen von Dominanz-, Erniedrigungs- oder Machtspielen.

AnästhesiometerFetische

Medizinisches Messinstrument für die Hautempfindlichkeit, das im Sensation Play und Klinik-Fetisch als Reizwerkzeug zweckentfremdet wird.

AnästhetikaPraktiken

Anästhetika sind betäubende Mittel, die beim Sex vor allem als Verzögerungssprays gegen vorzeitigen Samenerguss dienen — zur Schmerzunterdrückung beim Analsex sind sie dagegen riskant.

AphrodisiakumKultur

Ein Mittel — meist Lebensmittel, Kraut, Duft oder Substanz —, das Lust, Erregung oder sexuelle Leistungsfähigkeit steigern soll und seinen Namen der Liebesgöttin Aphrodite verdankt.

AquasutraPraktiken

Die Kunst des erotischen Liebesspiels im, am und unter Wasser – von der gemeinsamen Dusche bis zum Sex im Pool, See oder Meer.

ArabischPraktiken

Im deutschen Erotik-Jargon die gaengige Umschreibung fuer Schenkelverkehr: Der Penis gleitet zwischen den fest geschlossenen Oberschenkeln, ohne einzudringen.

AreolaAnatomie

Der Warzenhof — der meist dunkler pigmentierte Hautring rund um die Brustwarze, der zu den empfindsamsten erogenen Zonen des Körpers zählt.

AromasprayPraktiken

Szene-Tarnname für Poppers — flüchtige Alkylnitrite, die zur kurzen Gefäßerweiterung und Muskelentspannung eingeatmet werden, oft im Kontext von Analsex.

ArschritzensexPraktiken

Nicht-penetrative Sexpraktik, bei der der Penis zwischen den Pobacken auf und ab gleitet, ohne in den Anus einzudringen – Reiz durch Reibung und Druck statt Penetration.

ArztspielPraktiken

Erotisches Rollenspiel unter Erwachsenen, bei dem eine Person Ärztin oder Arzt spielt und die andere Patient:in — der Reiz entsteht aus Autorität, Fürsorge und gespielter Verletzlichkeit.

Asiatische NymphomaninKultur

Pornografisches Klischee einer angeblich unersättlichen Frau mit asiatischen Wurzeln — eine Fantasie-Projektion, kein reales Persönlichkeitsmerkmal.

Asiatisches ZiegenaugePraktiken

Scherzhafter Erotik-Slang für eine nicht-penetrative Reibetechnik, bei der der Penis in der Pofalte zwischen den zusammengepressten Gesäßbacken gleitet – ohne in den After einzudringen.

AsphyxiophilieFetische

Sexuelle Erregung durch kontrollierte Einschränkung der Atmung oder Sauerstoffzufuhr — eine der riskantesten Spielarten überhaupt, die maximale Vorsicht verlangt.

Ass to Mouth (ATM)Praktiken

Sexpraktik, bei der ein Penis, Dildo oder Spielzeug direkt nach dem Analverkehr ohne Zwischenreinigung in den Mund genommen wird.

AssworshipPraktiken

Erotische Verehrung des Gesäßes – das genussvolle Zelebrieren von Hintern und Pobacken durch Streicheln, Küssen, Lecken oder Bestaunen, oft mit spielerischer Machtnote.

AtemkontrollePraktiken

Einvernehmliches Spiel mit der bewusst gedrosselten Atmung zur Luststeigerung — reizvoll, aber eine der riskantesten erotischen Praktiken.

AtemspielePraktiken

Erotische Praktiken, bei denen die Atmung bewusst und einvernehmlich spürbar gemacht oder eingeschränkt wird – von sanfter Symbolik bis zu hochriskanter Atemkontrolle.

Attraktivitätsskala (SMV)Kultur

Umstrittenes Dating-Konzept, das die sexuelle Attraktivität eines Menschen als „Marktwert“ auf einer Zahlenskala von meist 1 bis 10 einordnet.

Aubade (NPT)Anatomie

Die nächtliche bzw. morgendliche Spontanerektion (Nocturnal Penile Tumescence) — im Volksmund Morgenlatte: ein normales, schlafgekoppeltes Phänomen und guter Indikator für die Erektionsgesundheit.

AuffangenPraktiken

Das bewusste Empfangen von Körperflüssigkeiten — meist Ejakulat im Moment des Höhepunkts — mit Mund, Zunge, Hand, Körper oder einem Gefäß.

Augen verbindenPraktiken

Das bewusste Abdecken der Augen mit Tuch oder Maske als einfachste Form des Sinnesentzugs, die alle übrigen Sinne schärft und Spannung durch Ungewissheit erzeugt.

AuspeitschenPraktiken

Einvernehmliches, sorgfältig abgesprochenes Schlagen mit Peitsche, Flogger oder Gerte auf gut gepolsterte Körperzonen — ein BDSM-Spiel um Hingabe, Intensität und Vertrauen, nicht um echte Strafe.

AuspeitschungPraktiken

Einvernehmliches, rhythmisches Schlagen des Körpers mit Peitsche, Flogger oder Gerte als bewusst gestaltete erotische Praxis aus dem Spektrum des Impact Play.

AusstiegsangeboteKultur

Unterstützungs- und Beratungsangebote, die Menschen den freiwilligen Ausstieg aus der Sexarbeit erleichtern — von psychosozialer Hilfe über Schuldenberatung bis zu Qualifizierung und Jobvermittlung.

AustestungPraktiken

Das bewusste, schrittweise Erkunden der eigenen sexuellen Vorlieben, Reaktionen und Grenzen — allein oder gemeinsam mit Partnern, getragen von offener Kommunikation und Konsens.

AutocunnilingusPraktiken

Die seltene Form der Selbstbefriedigung, bei der eine Person die eigene Vulva oder Klitoris mit dem eigenen Mund stimuliert — das weibliche Pendant zum Autofellatio.

AutoerotikPraktiken

Autoerotik ist die sexuelle Selbststimulation — sich allein, ohne Partner:in, durch Berührung und Fantasie Lust und Genuss zu verschaffen.

AutofellatioPraktiken

Die Praxis, bei der ein Mann seinen eigenen erigierten Penis mit dem Mund oral stimuliert — eine seltene, anatomisch nur wenigen mögliche Form der Selbstbefriedigung.

AutomasochismusPraktiken

Automasochismus ist die Lust daran, sich selbst gezielt Schmerz oder intensive Reize zuzufügen, um sexuelle Erregung zu erleben – Masochismus in Eigenregie, ohne Gegenüber.

a tergoPraktiken

A tergo (lateinisch für ‚von hinten') bezeichnet jede Penetration, bei der die penetrierte Person dem Gegenüber den Rücken zuwendet — ein Oberbegriff für Stellungen wie Hündchenstellung oder Löffelchen, vaginal wie anal.

B
BBCKultur

BBC steht für „Big Black Cock" und bezeichnet ein Porno-Genre und Fantasie-Feld rund um Schwarze Männer – eine kulturelle Kategorie, kein anatomischer Fakt.

BBWKultur

BBW steht für „Big Beautiful Woman" und bezeichnet kurvige, üppige Frauen, die ihren Körper selbstbewusst zeigen — zugleich respektvolle Selbstbezeichnung und etabliertes Erotik-Genre.

BDSMKultur

Sammelbegriff für einvernehmliche erotische Spielarten rund um Bondage, Dominanz und das Spiel mit Schmerz, Kontrolle und Hingabe.

BDSM (SM)Praktiken

Sammelbegriff für einvernehmliche erotische Spiele mit Macht, Hingabe, Schmerz und Fesselung – das Kürzel bündelt Bondage & Discipline, Dominance & Submission sowie Sadism & Masochism.

BJPraktiken

BJ ist die gängige Abkürzung für „Blowjob“ — die orale Stimulation des Penis mit Mund, Lippen und Zunge.

BackpfeifenPraktiken

Einvernehmliches Schlagen ins Gesicht, meist mit der flachen Hand auf die Wange, als Spielart des Impact Play in abgesprochenen Macht- und Erniedrigungsspielen.

Bad-DomKultur

Abwertende Bezeichnung für eine dominante Person, die ihre Rolle unverantwortlich oder übergriffig ausfüllt und Grenzen, Sicherheit oder Einvernehmlichkeit missachtet.

Ball BusterPraktiken

Ball Buster steht für eine Person — meist eine dominante Frau — und für die Praktik, gezielt die Hoden des Partners zu reizen, zu drücken oder zu treten: eine einvernehmliche Spielart der Schmerzlust im BDSM.

Ball brechenPraktiken

Szenebegriff für das einvernehmliche, dosierte Bearbeiten der Hoden durch Treten, Schlagen oder Quetschen — Teil der CBT.

BallbustingPraktiken

Ballbusting ist eine einvernehmliche erotische Praktik, bei der die Hoden gezielt gedrückt, geknetet, geschlagen oder getreten werden, um aus kontrolliertem Schmerz Erregung und Hingabe entstehen zu lassen.

BallgagPraktiken

Knebel mit einer Kugel aus Silikon oder Hartgummi, die per Kopfriemen zwischen den Zähnen fixiert wird und im BDSM Sprache und Kontrolle bewusst einschränkt.

BallknebelPraktiken

Ein Knebel mit einer Silikon- oder Gummikugel, die zwischen die Zähne gelegt und mit einem Riemen hinterm Kopf fixiert wird — ein Klassiker im BDSM-Bondagespiel.

BallonfetischFetische

Sexuelle Faszination für Luftballons – ihren Anblick, das Aufblasen, die pralle Spannung und teils das Platzen; die Szene nennt sich selbst „Looner“.

BallooningFetische

Erotische Vorliebe für Luftballons — vom Aufblasen und Reiben bis zum bewussten Platzenlassen oder gezielten Heilhalten.

Balls KickingPraktiken

Balls Kicking ist eine Spielart der genitalen Schmerz- und Machtspiele, bei der die Hoden gezielt mit Tritten oder Kniestoessen stimuliert werden — ein intensives, dosierungs- und vertrauensabhaengiges Praktiken-Spiel.

Bandana-CodeKultur

Nonverbales Farbsignalsystem, bei dem ein Tuch in der Gesäßtasche per Farbe die sexuelle Vorliebe und per getragener Seite (links/rechts) die aktive oder passive Rolle anzeigt.

Banjo-StringAnatomie

Umgangssprachlicher Name für das Frenulum, das empfindsame Vorhautbändchen an der Unterseite der Eichel.

BastonadePraktiken

Das gezielte, einvernehmliche Schlagen der Fußsohlen als Schmerzspiel-Praxis im BDSM-Kontext.

Bauch-an-Bauch-SexPraktiken

Sammelbegriff für alle Sexstellungen und Reibetechniken, bei denen sich beide Partner mit der Körpervorderseite zugewandt sind — maximaler Hautkontakt von Bauch und Brust.

BegleitagenturKultur

Vermittlungsunternehmen, das Begleitpersonen (Escorts) für gesellschaftliche Anlässe, Reisen oder private Treffen organisiert — offiziell gebucht wird gemeinsame Zeit, nicht der Körper.

BegleitdameKultur

Eine Begleitdame leistet gegen Honorar Gesellschaft – vom Geschäftsessen bis zur Reise; ob daraus Erotik wird, entscheidet allein eine klare, einvernehmliche Absprache.

BeinlingeKultur

Beinlinge sind einzelne, schlauchförmige Bekleidungsstücke, die jeweils ein Bein umschließen, den Schritt aber freilassen – als Reizwäsche ein Element, das die Beine betont, ohne sie ganz zu verhüllen.

BeischlafdiebstahlKultur

Heimliches Entfernen oder Beschädigen des Kondoms während des Sex ohne Zustimmung des Gegenübers — international „Stealthing“ genannt und ein klarer Konsensbruch.

BeißfetischFetische

Sexuelle Erregung durch Beißen oder Gebissenwerden – vom zärtlichen Knabbern bis zum kräftigen Biss, der Spuren hinterlässt; fachsprachlich Odaxelagnie.

Belly InflationFetische

Erotische Vorliebe dafür, einen Bauch sichtbar anschwellen zu lassen — real durch Luft, Flüssigkeit oder Essen oder rein in der Fantasie über Bilder und Rollenspiel.

BellybuttonshotPraktiken

Variante des Cumshots, bei der gezielt auf oder in den Bauchnabel der Partnerin oder des Partners ejakuliert wird.

BembelbitchKultur

Augenzwinkernder Szene-Begriff aus dem Rhein-Main-Gebiet für eine selbstbewusste, sexpositive Frau mit hessischem Bezug — als Selbstbezeichnung gemeint, nicht als Beleidigung.

BermudadreieckAnatomie

Augenzwinkernder Slang für den weiblichen Schambereich — das Dreieck zwischen Venushügel und Leisten, in dem mehrere erogene Zonen dicht beieinanderliegen.

BesamungPraktiken

Sexueller Begriff für das gezielte Ejakulieren im Inneren von Vagina oder Anus — das im Körper verbleibende oder herauslaufende Sperma wird oft Creampie genannt.

BestialitätKultur

Bestialität bezeichnet sexuelle Handlungen zwischen Mensch und Tier — in Deutschland nach dem Tierschutzgesetz verboten und ethisch abzulehnen, weil ein Tier niemals einwilligen kann.

BestrafungPraktiken

Einvernehmliche, abgesprochene Konsequenz im erotischen Machtspiel, bei der eine dominante Person auf das Verhalten der unterwürfigen reagiert.

BesuchsprostitutionKultur

Form der Sexarbeit, bei der die Dienstleistung im Rahmen eines Besuchs erbracht wird — die anbietende Person kommt zum Kunden oder empfängt ihn in eigenen Räumen.

Beta-BoyKultur

Ein Beta-Boy ist ein Mann, der in einer einvernehmlichen erotischen Dynamik bewusst eine dienende, unterwürfige Rolle einnimmt und Lust daran findet, Kontrolle abzugeben und sein dominantes Gegenüber zu verwöhnen.

BetthäschenKultur

Verspielter Kosename für eine reizvolle, unkomplizierte Bettgespielin oder einen Bettgespielen, bei dem die gemeinsame Lust im Vordergrund steht.

BeutespielPraktiken

Einvernehmliches erotisches Rollenspiel, bei dem eine Person die Rolle der gejagten Beute übernimmt und von der anderen verfolgt, gestellt und überwältigt wird.

BeziehungsanarchieKultur

Beziehungsanarchie ist eine Haltung, die jede Beziehung individuell aushandelt und keine Verbindung – ob Liebe, Sex oder Freundschaft – automatisch über eine andere stellt.

BeziehungssuchtKultur

Ein zwanghaftes, emotional abhängiges Streben nach Nähe und Partnerschaft, bei dem die Beziehung selbst zur Droge wird – nicht die andere Person.

BiastophilieFetische

Sexuelle Erregung durch die Fantasie, eine nicht einwilligende Person zu überwältigen — als einvernehmliches Rollenspiel auslebbar, real ausgeführt jedoch eine schwere Straftat.

Big-Dick-EnergyKultur

Eine ruhige, unaufdringliche Selbstsicherheit, die nichts mit der tatsächlichen Penisgröße zu tun hat, sondern mit entspanntem Auftreten und innerer Gelassenheit.

Big7Kultur

Branchenkürzel aus Sexinseraten und Begleitservice für ein Bündel von rund sieben sexuellen Standardleistungen — ohne einheitliche, verbindliche Definition.

Bikini CutPraktiken

Die dezenteste Form der Intim-Enthaarung: Entfernt werden nur die Härchen, die seitlich über den Bikini- oder Slip-Rand hinausschauen würden.

BitchsuitFetische

Ein Ganzkörper-Bondageanzug aus Leder oder Latex, der die tragende Person in eine knieende, hundeartige Position auf allen Vieren fesselt — typisch für Petplay und Objektifizierungs-Spiele im BDSM.

Bizarr SexPraktiken

Sammelbegriff für bewusst ungewöhnliche, oft inszenierte Sexpraktiken jenseits der Norm — meist aus dem Fetisch- und BDSM-Spektrum.

BlackmailingPraktiken

Blackmailing ist ein einvernehmliches erotisches Rollenspiel, bei dem eine Person die andere mit erfundenem kompromittierendem Material „erpresst" — als reizvolles Machtspiel, niemals als echte Nötigung.

Blasen bis zum SchleudertraumaPraktiken

Umgangssprachlich-humorvolle Bezeichnung für besonders hingebungsvolle, energiegeladene Fellatio mit vollem Körpereinsatz.

Blasen mit MinzbonbonPraktiken

Oralverkehr am Penis, bei dem ein Minz- oder Mentholbonbon im Mund behalten wird, um ein zusätzliches kühlendes, kribbelndes Empfinden zu erzeugen.

BlasenspülungPraktiken

Das Einbringen und Wiederausleiten einer Flüssigkeit in die Harnblase über einen Katheter — medizinisch ein Routineeingriff, in der Erotik eine anspruchsvolle, riskante Spielart der Katheter- und Harnröhrenerotik.

BlasmundPraktiken

Slang für einen Mund – und die Person dahinter –, der bereitwillig und hingebungsvoll zur oralen Befriedigung bereitsteht; meist eine einvernehmlich gewählte Service-Rolle rund um die Fellatio.

Blind DateKultur

Eine Verabredung mit einer Person, die du vorher noch nie persönlich getroffen hast — du weißt kaum etwas über sie und lässt dich beim Treffen überraschen.

BlowbangPraktiken

Gruppensex-Spielart, bei der eine Person nacheinander oder gleichzeitig mehrere Männer oral verwöhnt – mit Fokus auf Fellatio statt auf Penetration.

BlumpkinPraktiken

Englischer Slangbegriff für Oralsex am Penis, während die empfangende Person gleichzeitig auf der Toilette sitzt und den Darm entleert — mehr derber Tabu-Witz als verbreitete Praxis.

BlutliebeFetische

Erotische Faszination für Blut — das einvernehmliche, hygienisch abgesicherte Einbeziehen von Blut in Sex- oder BDSM-Spiele.

BlutpenisAnatomie

Umgangssprachlich ein Penis, der schlaff eher klein wirkt, bei der Erektion aber stark an Länge und Umfang zulegt – das Gegenstück zum „Fleischpenis“.

BlutschandeKultur

Veralteter, wertender Ausdruck für Inzest — in der Erotik vor allem als Tabu- und Rollenspiel-Motiv zwischen erwachsenen, nicht verwandten Partnern relevant, während realer Inzest strafbar ist.

BlutspielePraktiken

Blutspiele sind erotische Edge-Play-Praktiken, bei denen Blut – etwa durch feine Schnitte, Nadeln oder Menstruation – bewusst als sinnliches Element von Vertrauen und Hingabe eingesetzt wird.

BlümchensexKultur

Umgangssprachliche Bezeichnung für sanften, konventionellen Sex ohne ausgefallene Praktiken — meist zärtlich, vertraut und auf Nähe ausgerichtet.

BockscheinKultur

Saloppes Szenewort für einen aktuellen Negativ-Test auf Geschlechtskrankheiten, den man vor ungeschütztem Sex vorzeigt.

BodenprangerPraktiken

Bodennahes Fixierungsmöbel im BDSM, das Kopf und meist Handgelenke niedrig einschließt und so eine gebückte, exponierte Haltung erzwingt.

BodybagPraktiken

Ein ganzkörperumschließender Bondage-Sack aus Latex, Leder oder PVC, in den eine Person eingeschlossen und nahezu bewegungsunfähig fixiert wird – ein intensives Spiel mit Hilflosigkeit, Reizreduktion und Vertrauen.

BodycheckPraktiken

Bodycheck meint das aufmerksame, einvernehmliche Begutachten und Erkunden eines Körpers — vom flüchtigen Mustern beim Flirt bis zum bewussten Abtasten im Vorspiel oder Rollenspiel.

BodycountKultur

Umgangssprachlicher Begriff für die Gesamtzahl der Sexualpartner, die eine Person im Laufe ihres Lebens hatte.

BodymodificationKultur

Das bewusste, oft dauerhafte Verändern des eigenen Körpers durch Piercings, Tattoos, Branding oder Implantate — als Ausdruck, Ritual oder erotischer Reiz.

BodyworshipPraktiken

Erotische Praxis, bei der ein Körper oder einzelne Körperteile mit voller Hingabe verehrt werden — durch Küssen, Lecken, Streicheln, Massieren oder andächtiges Betrachten.

BondagePraktiken

Bondage ist die einvernehmliche Praxis, eine Person mit Seilen, Tape, Manschetten oder anderen Hilfsmitteln zu fesseln und in ihrer Bewegung einzuschränken — als erotisches, sinnliches oder ästhetisches Spiel.

BondagebockFetische

Ein Bondagebock ist ein stabiles, meist gepolstertes BDSM-Gestell, über das sich eine fixierte Person beugt — beliebt für Fesselspiel, Impact Play und das Gefühl von Hingabe.

BondagemeisterKultur

Umgangssprachliche, anerkennende Bezeichnung für jemanden, der das kunstvolle und sichere Fesseln (Bondage) auf hohem Niveau beherrscht.

BondagerahmenPraktiken

Ein stabiles Gestell aus Holz oder Metall, an dem ein Mensch im einvernehmlichen Bondage-Spiel sicher fixiert und in Position gehalten wird.

BondagetapePraktiken

Selbsthaftendes Folienband fürs Fesselspiel, das nur an sich selbst klebt – nicht an Haut, Haaren oder Kleidung.

BonsaiPraktiken

Bonsai bezeichnet eine Bondage-Technik, bei der der Körper in eine besonders kompakte, zusammengefaltete Haltung gefesselt und fixiert wird — ein einvernehmliches Spiel mit Hingabe und Kontrolle.

BonuslochAnatomie

Umgangssprachlicher, frecher Slang-Ausdruck für den After als zusätzliche, penetrierbare Öffnung beim Sex — neben Vagina und Mund.

BoobjobPraktiken

Sexpraktik, bei der der Penis zwischen den zusammengedrückten Brüsten auf- und abgleitet und so stimuliert wird — eine penetrationsfreie Form der äußeren Reibung.

BootcampPraktiken

Ein zeitlich begrenztes, intensives Trainings- und Disziplinszenario im BDSM, in dem ein devoter Part nach Drill-Vorbild kompakt gehorcht, lernt und konditioniert wird.

Booty CallKultur

Spontane, meist kurzfristig per Nachricht oder Anruf vereinbarte Sex-Verabredung ohne romantische Verpflichtung – primäres Ziel ist gemeinsamer Sex, keine Beziehung.

BordsteinschwalbeKultur

Umgangssprachliche, heute veraltete und meist abwertende Bezeichnung für eine Frau, die auf der Straße sexuelle Dienstleistungen anbietet – also für klassische Straßenprostitution.

BottommarksKultur

Sichtbare, einvernehmlich entstandene Spuren wie Striemen, Rötungen oder blaue Flecken, die nach einer BDSM-Session auf der Haut des Bottoms zurückbleiben.

BoundConKultur

Die BoundCon ist eine internationale Fetisch- und Bondage-Convention aus dem Raum München, die Messe, Bühnenshows und Workshops rund um BDSM, Bondage und Fetisch-Mode verbindet.

Boys’ LoveKultur

Boys’ Love (BL) ist ein vor allem in Japan entstandenes Medien-Genre über romantische und erotische Beziehungen zwischen Männern, geschaffen überwiegend von und für Frauen und queere Fans.

BrainfuckPraktiken

Bildlicher Slang für eine besonders tiefe, harte Form des Mundsex, bei der der Penis weit in den Rachen vordringt — eine intensive Deepthroat-Spielart, die ohne Absprache, Stopp-Zeichen und Achtsamkeit nichts zu suchen hat.

BrandingPraktiken

Das bewusste, einvernehmliche Einbrennen eines Zeichens oder Symbols in die Haut — eine dauerhafte Körpermodifikation, im BDSM oft als Zeichen von Zugehörigkeit oder Besitz.

BratKultur

Im BDSM eine spielerisch ungehorsame Bottom-Rolle, die sich frech widersetzt, um die dominante Person zur Reaktion zu provozieren.

Brat TamerPraktiken

Ein Brat Tamer ist die dominante Person im BDSM, die gezielt mit frechen, widerspenstigen Subs (Brats) umgeht und deren provozierenden Widerstand spielerisch bändigt.

Brazilian CutKultur

Knapper Schnitt bei Bademode und Dessous, der das Gesäß betont und die Pobacken nur teilweise bedeckt – mehr Stoff als ein String, weniger als ein klassischer Slip.

BreadcrumbingKultur

Breadcrumbing ist das Hinhalten einer Person mit kleinen, unregelmäßigen Aufmerksamkeitshäppchen, ohne ernsthaftes Interesse an einer echten Beziehung.

BreasthangingPraktiken

Fortgeschrittene Bondage-Praktik, bei der die Brüste abgebunden und mit Gewichten belastet oder teilweise aufgehängt werden — intensiv, riskant und nur etwas für erfahrene Hände.

BreedingFetische

Erotische Erregung durch die Fantasie, jemanden zu schwängern oder selbst geschwängert zu werden — meist als Rollenspiel und ohne realen Kinderwunsch.

BrennesselfetischFetische

Erotische Lust am gezielten Einsatz von Brennnesseln auf der Haut – das Brennen und Kribbeln der Nesselhaare wird als lustvoller Reiz erlebt (Urtikation).

Brezel-StellungPraktiken

Eine verschlungene Seitenlage-Variante mit Reit-Elementen, bei der tiefe Penetration auf entspannte Halblage trifft — benannt nach der Brezel-Form.

BridleFetische

Ein Bridle ist ein Zaumzeug mit Gebiss und Riemen, das im Pony Play und BDSM dazu dient, den Kopf des unterwürfigen Parts einvernehmlich zu führen und zu kontrollieren.

BriefmarkePraktiken

Umgangssprachlich-scherzhafte Bezeichnung für Anilingus, also das Belecken des Anus mit der Zunge — benannt nach dem Anfeuchten einer Briefmarke vor dem Aufkleben.

Brotherhood of menKultur

Augenzwinkerndes „Bruderschafts"-Gefühl zwischen Männern, die mit derselben Person intim waren — eine Absage an Eifersucht, solange Respekt und Konsens stimmen.

BrustbondagePraktiken

Das ästhetische und erotische Fesseln von Brust und Oberkörper mit Seil, Band oder Tape — meist auf Basis japanischer Shibari-Technik.

BrustverkehrPraktiken

Nicht-penetrative Sexpraktik, bei der der Penis zwischen den zusammengedrückten Brüsten stimuliert wird – umgangssprachlich „Tittenfick“, im Jargon „Spanisch“.

BrustwarzeAnatomie

Die Brustwarze ist die nervenreiche, erogene Hautpartie in der Mitte der Brust, die bei allen Geschlechtern auf Berührung reagiert und Lust auslösen kann.

BrustwarzenabstandAnatomie

Der Abstand zwischen den beiden Brustwarzen (intermamillärer Abstand) – ein rein anatomisches Maß mit großer natürlicher Spannbreite, das nichts über Attraktivität oder Empfindsamkeit aussagt.

BrustwarzenorgasmusPraktiken

Ein sexueller Höhepunkt, der allein oder überwiegend durch das Stimulieren der Brustwarzen ausgelöst wird – ganz ohne direkte Berührung der Genitalien.

BrückenpfeilerPraktiken

Anspruchsvolle Sexstellung, bei der eine Person den Körper zur Brücke aufspannt, während die andere als tragender Pfeiler stützt und penetriert.

BubblegumPraktiken

Bubblegum ist ein verspieltes Sperma-Spiel, bei dem das Ejakulat im Mund behalten und damit – wie mit einem Kaugummi – Blasen geformt werden.

Budapester BeinscherePraktiken

Eine Sexstellung, bei der der penetrierte Partner die Beine eng geschlossen hält, sodass die zusammengepressten Oberschenkel für mehr Enge und Reibung sorgen.

BuhlteufelinKultur

Historischer Begriff der Dämonologie für einen weiblichen Buhlteufel (Sukkubus) — heute vor allem als Archetyp für erotische Dämonen-Rollenspiele bekannt.

BukkakePraktiken

Sexuelle Praktik, bei der mehrere Personen – meist mehrere Männer – nacheinander oder fast gleichzeitig auf Gesicht und Körper einer im Mittelpunkt stehenden Person ejakulieren.

BullKultur

Der Bull ist in der Cuckold- und Hotwife-Szene der Dritte, der einvernehmlich mit der Partnerin schläft, während ihr fester Partner bewusst zusieht oder im Hintergrund bleibt.

BullenpeitschePraktiken

Lange, einschwänzige Peitsche (engl. „bullwhip"), die im einvernehmlichen Impact Play als anspruchsvollstes „Single Tail" gilt — präzise, laut und nur für erfahrene Hände.

BumszwergeFetische

Derber, abwertender Slangbegriff für kleinwüchsige Erwachsene als Sexpartner oder Pornodarsteller — dahinter steht eine Vorliebe, die vor allem durch die herabwürdigende Sprache problematisch wird.

BusenblitzerKultur

Der kurze, oft unbeabsichtigte Moment, in dem eine Brust unverhofft sichtbar wird – das deutsche Pendant zum „Nip Slip".

BusenfallerKultur

Umgangssprachliche Bezeichnung für einen Menschen, dessen erotische Aufmerksamkeit zuerst und besonders stark auf den weiblichen Busen fällt.

Butter ChurnerPraktiken

Akrobatische Sexstellung, bei der die empfangende Person die Beine über den Kopf hebt und von oben in stampfender Auf-und-ab-Bewegung penetriert wird.

ButterflyPraktiken

Butterfly meint entweder ein tragbares Klitoris-Sextoy in Schmetterlingsform, das freihändig am Körper sitzt, oder eine Sexstellung mit angehobenem Becken für intensiveren Kontakt zur vorderen Scheidenwand.

Buttman-FilmeKultur

Einflussreiche Pornofilmreihe von John Stagliano alias „Buttman", die ab 1989 den Gonzo-Stil mit subjektiver Kamera und Fokus aufs Gesäß populär machte.

ButtplugPraktiken

Analspielzeug mit verbreiterter Basis, das nach dem Einführen von selbst im Po sitzen bleibt und die nervenreiche Analregion mit Druck und Fülle stimuliert.

C
CBTPraktiken

CBT (Cock and Ball Torture) bezeichnet das einvernehmliche Spiel mit Reiz, Druck und Schmerz an Penis und Hoden im BDSM-Kontext.

CFNMFetische

CFNM steht für „Clothed Female, Nude Male" — eine erotische Konstellation, in der angezogene Frauen auf nackte Männer treffen und der Reiz aus dem Kontrast zwischen Bekleidung und Nacktheit entsteht.

CMNFFetische

CMNF steht für „Clothed Male, Nude Female" — die erotische Konstellation, in der ein bekleideter Mann auf eine nackte Frau trifft und der Reiz im Kontrast aus Verhüllung und Entblößung liegt.

Cam-to-CamPlattform

Cam-to-Cam bezeichnet einen Video-Chat, bei dem beide Seiten ihre Kamera aktivieren und sich live gegenseitig sehen — meist im erotischen Kontext.

Cam2000Plattform

Cam2000 ist eine deutschsprachige Livecam-Plattform für interaktive Erotik-Webcamshows, bei denen Zuschauer per Chat und Cam2Cam in Echtzeit mit Amateurdarstellern interagieren.

Cam2CamPlattform

Cam2Cam bezeichnet eine wechselseitige Webcam-Verbindung, bei der sich beide Seiten in Echtzeit sehen und miteinander interagieren.

CameltoeKultur

Der deutlich sichtbare Abdruck der Vulva, der entsteht, wenn sich enge Kleidung in die Schamspalte legt und die großen Schamlippen als zwei Wölbungen mit Längsfurche durchzeichnen.

CamgirlKultur

Eine Person, die vor der Webcam live erotische Shows produziert und sie gegen Bezahlung an ein Publikum im Internet streamt.

CandaulismusFetische

Die sexuelle Erregung daraus, die eigene Partnerin oder den eigenen Partner einvernehmlich anderen nackt oder beim Sex zu zeigen.

CandleplayPraktiken

Candleplay ist das erotische Spiel mit heißem Kerzenwachs, das in dosierten Tropfen auf die Haut fällt und einen intensiven Wärme- und Schmerzreiz erzeugt — meist als Teil von Temperaturspielen.

CaningPraktiken

Einvernehmliches Schlagen mit einem dünnen, biegsamen Rohrstock auf Gesäß, Oberschenkel oder Handflächen als intensive Form der Impact Play im BDSM.

CantharidinKultur

Hochgiftiger Käferwirkstoff, der als „Spanische Fliege“ über Jahrhunderte fälschlich als Potenzmittel galt — tatsächlich ein gefährliches Reizgift statt Lustverstärker.

CapnolagnieFetische

Capnolagnie ist die sexuelle Erregung durch das Rauchen selbst oder den Anblick einer rauchenden Person — ein Reiz, der vom sinnlichen Ritual und nicht vom Nikotin ausgeht.

CaregiverKultur

Der fürsorgliche, beschützende Part einer einvernehmlichen BDSM-nahen Rollendynamik, der für sein erwachsenes Gegenüber Verantwortung, Anleitung und Geborgenheit übernimmt.

Caregiver-LittlePraktiken

Einvernehmliche BDSM-Beziehungsdynamik zwischen Erwachsenen, in der ein fürsorglicher Caregiver einem verspielt-schutzbedürftigen Little Halt, Struktur und Geborgenheit gibt.

CasanovaKultur

Sprichwörtliche Bezeichnung für einen charmanten, aufmerksamen Verführer — benannt nach dem venezianischen Lebemann Giacomo Casanova (1725–1798), dessen Memoiren ihn zum Inbegriff des eleganten Liebhabers machten.

CatcallingKultur

Ungefragte, sexualisierte Zurufe und Kommentare an fremde Menschen im öffentlichen Raum – eine Form verbaler sexueller Belästigung ohne Einvernehmlichkeit.

CatfishingKultur

Das Vortäuschen einer falschen Online-Identität — meist mit gestohlenen Fotos und erfundener Biografie —, um eine romantische, emotionale oder sexuelle Beziehung aufzubauen.

CatstylePraktiken

Liegende Variante des Sex von hinten: Die empfangende Person liegt flach auf dem Bauch und wird von hinten penetriert — eng, tief und sehr körperbetont.

CatsuitFetische

Hautenger, einteiliger Ganzkörperanzug aus Latex, Lack oder Stretchstoff, der die Körperkonturen betont und in der Erotik als Material- und Inszenierungsfetisch beliebt ist.

CervikalflüssigkeitAnatomie

Der vom Gebärmutterhals gebildete Schleim, der sich im Lauf des Zyklus verändert, den Spermientransport steuert und die fruchtbaren Tage anzeigt.

Champagner-GlasPraktiken

Liebesstellung, bei der die liegende Partnerin Becken und Beine anhebt, sodass sich Po und Vulva wie die flache Schale eines Champagnerglases nach oben wölben.

Charlie ChaplinKultur

Erotik-Slang fuer den breitbeinigen, watschelnden Gang nach besonders intensivem Sex — benannt nach dem O-beinigen Watschelgang des Stummfilm-Komikers.

ChatroulettePlattform

Video-Chat-Plattform, die dich per Zufallsprinzip mit wildfremden Menschen verbindet und im Erotikkontext für anonyme, spontane Online-Begegnungen steht.

ChefgirlKultur

Umgangssprachliche Bezeichnung für die erfahrenste, beliebteste oder organisatorisch verantwortliche Sexarbeiterin eines Bordells, Laufhauses oder Clubs — ein informeller Statusbegriff, kein offizieller Jobtitel.

ChemsexPraktiken

Chemsex meint den gezielten Konsum bestimmter Drogen, um Sex einzuleiten, zu enthemmen und über Stunden zu verlängern – meist in queeren Männercommunitys und mit erheblichen Risiken.

ChikanKultur

Ursprünglich das strafbare Begrapschen in überfüllten japanischen Zügen — im Erotik-Kontext dagegen ein streng einvernehmliches Rollenspiel, das genau diese Situation als Fantasie nachstellt.

ChokerFetische

Ein eng am Hals anliegendes Schmuckband, das als modisches Accessoire getragen wird und im erotischen Kontext oft zum symbolischen Halsband für Hingabe und Zugehörigkeit aufgeladen wird.

ChokingPraktiken

Einvernehmliches Würgen oder Umfassen des Halses beim Sex – ein intensives Spiel mit Druck, Kontrolle und Hingabe, das hohes Wissen und Vertrauen verlangt.

CisKultur

Cis (cisgender) bezeichnet Menschen, deren Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt — das sprachliche Gegenstück zu trans.

Cis FrauKultur

Eine Cis Frau ist eine Frau, deren Geschlechtsidentität mit dem ihr bei der Geburt zugewiesenen weiblichen Geschlecht übereinstimmt.

Cis MannKultur

Ein Cis Mann ist eine Person, der bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde und die sich auch selbst als Mann versteht.

Cleaning SlavePraktiken

Devote Rolle im BDSM, bei der die unterwürfige Person das Saubermachen — von Haushaltsdiensten bis zum erotischen Sauberlecken nach dem Sex — als einvernehmliche Form der Hingabe übernimmt.

ClismaphiliaFetische

Sexuelle Erregung durch Einläufe – das Erleben von Fülle, Druck und Entleerung wird als lustvoll empfunden, oft im Spiel aus Hingabe und Kontrolle.

Close UpKultur

Extreme Nahaufnahme in Erotikfilm und -fotografie, die Genitalien, erogene Zonen oder Gesichter formatfüllend und in voller Detailtreue zeigt.

Clover ClampsPraktiken

Selbstverstärkende Brustwarzenklemmen aus dem japanischen SM-Zubehör, die bei Zug an der Kette fester greifen.

ClumpkinPraktiken

Slang- und Meme-Begriff für eine Variante des Blumpkin: Fellatio während des Stuhlgangs auf der Toilette, hier von einer als Clown verkleideten Person gegeben.

Cock CagePraktiken

Ein käfigartiges Keuschheitsgerät für den Penis, das selbstbestimmte Erektion und Masturbation verhindert und in einvernehmlichen Spielen Kontrolle an eine andere Person abgibt.

Cock SlurpingPraktiken

Besonders geräuschvolle, speichelreiche Spielart der Fellatio, bei der hörbares Schlürfen, Saugen und Sabbern bewusst zelebriert werden.

CockblockKultur

Ein Cockblock ist eine Person oder Situation, die jemanden absichtlich oder unabsichtlich daran hindert, mit einer anderen Person anzubahnen oder Sex zu haben.

CockringPraktiken

Ringförmiges Hilfsmittel, das um Penis und/oder Hoden gelegt wird, um die Erektion fester und länger anhaltend zu machen.

Cold CaningPraktiken

Variante des Rohrstockschlagens im BDSM, bei der ganz bewusst auf jedes Aufwärmen verzichtet wird und schon der erste Schlag mit voller Wucht trifft.

Coles ScoliosisPraktiken

Humorvoll-derber Slang für eine Sexhaltung mit stark durchgedrücktem Hohlkreuz — meist beim Sex von hinten, um Becken, Optik und Eindringwinkel zu betonen.

CollarKultur

Ein Halsband, das im BDSM-Kontext als einvernehmliches Symbol für Hingabe, Zugehörigkeit und eine bewusst gelebte Machtdynamik getragen wird.

Come to bed eyesKultur

Verführerischer, halb verschleierter Blick mit gesenkten Lidern, der ohne Worte sexuelles Interesse signalisiert — im Deutschen meist „Schlafzimmerblick“.

Coming OutKultur

Der freiwillige Prozess, die eigene sexuelle Orientierung, geschlechtliche Identität oder sexuelle Vorlieben zunächst für sich anzunehmen und sie dann nach außen sichtbar zu machen.

CorsettFetische

Ein eng geschnürtes Mieder, das die Taille formt und in der Erotik als sinnliches, körperbetonendes Kleidungs- und Fetischstück getragen wird.

CosplayPraktiken

Das Verkleiden als fiktive Figur — im erotischen Kontext ein einvernehmliches Rollenspiel, bei dem Kostüm und Charakter Lust und Fantasie verstärken.

CougarKultur

Eine selbstbewusste, meist über 40-jährige Frau, die gezielt deutlich jüngere Partner für Flirts, Affären oder feste Beziehungen sucht.

CovernPraktiken

Covern meint im Erotik- und Begleitmilieu den Gebrauch eines Kondoms beim Sex — also geschützten Verkehr „mit Cover“ statt ungeschützt.

CreampiePraktiken

Sichtbar aus Vagina oder Anus austretendes Sperma nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr — und das daraus entstehende erotische Bild.

CrossdresserKultur

Ein Crossdresser trägt bewusst Kleidung, die gesellschaftlich dem anderen Geschlecht zugeordnet wird — unabhängig von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität.

CrossplayKultur

Das Verkörpern einer fiktiven Figur, deren Geschlecht nicht dem eigenen entspricht — ein Kofferwort aus Crossdressing und Cosplay.

CrushFetische

Crush bezeichnet einen Fußfetisch, bei dem die Erregung aus dem Zertreten von Gegenständen entsteht — einvernehmlich und legal ausschließlich mit unbelebten Objekten.

CrushingFetische

Crushing ist eine Vorliebe, bei der die Erregung aus dem Zerdrücken oder Zertreten von Objekten entsteht — meist unter Schuhen, Absätzen oder bloßen Füßen.

CuckoldPraktiken

Cuckold beschreibt einen Mann, der sich einvernehmlich daran erregt, dass seine Partnerin Sex mit anderen hat, und diese Situation bewusst genießt, statt sie zu erleiden.

CuckqueenFetische

Eine Frau, die einvernehmlich Erregung daraus zieht, ihren Partner mit einer anderen Frau zu teilen — das weibliche Gegenstück zum Cuckold.

Cum Eating InstructionsPraktiken

Verbale oder schriftliche Anweisungen, die jemanden dazu anleiten, das eigene Ejakulat nach dem Orgasmus aufzunehmen — meist als einvernehmliches Spiel mit Kontrolle und Hingabe.

Cum HaterKultur

Slang-Begriff für eine Person, die Sperma beziehungsweise den direkten Kontakt mit Ejakulat ablehnt – eine legitime persönliche Grenze, keine Wertung.

Cum TributePraktiken

Praxis, bei der jemand über einem Foto oder Bildschirm einer Person masturbiert, dabei sichtbar ejakuliert und das als „Tribut“ dokumentiert und teilt.

CumbucketKultur

Derber Szene- und Dirty-Talk-Begriff für eine Person, die sich im einvernehmlichen Spiel bewusst als „Auffangbehälter“ für das Sperma eines oder mehrerer Partner anbieten lässt.

CumswappingPraktiken

Beim Cumswapping wird Sperma von Mund zu Mund weitergegeben – ein intimes Oralspiel, das von gegenseitiger Lust und klarer Absprache lebt.

CumwalkPraktiken

Erotische Inszenierung, bei der sich eine Person nach einem Sperma-Finale (etwa Bukkake oder Gangbang) mit sichtbarem Ejakulat auf dem Körper bewusst zur Schau stellt und eine kurze Strecke vorführt.

CunnilingusPraktiken

Die orale Stimulation der Vulva mit Lippen, Zunge und Atem – eine der verbreitetsten und für viele zuverlässigsten Praktiken einvernehmlicher Lust.

CunnusAnatomie

Cunnus ist das lateinische Wort für die äußere weibliche Scham (Vulva) und zugleich der Wortstamm vieler moderner Begriffe rund um den Genitalbereich.

Custom VideoKultur

Ein erotisches Video, das eine Darstellerin oder ein Darsteller gegen Bezahlung eigens nach den individuellen Wünschen eines einzelnen Kunden anfertigt.

CuttingPraktiken

Einvernehmliches, ritualisiertes Einritzen der Haut mit einer Klinge als intensives BDSM- und Edgeplay-Spiel — klar abzugrenzen von selbstverletzendem Verhalten.

CybersexPraktiken

Sexuelle Interaktion zweier oder mehrerer Personen über digitale Kanäle wie Chat, Video oder Voice — in Echtzeit und einvernehmlich.

D
DDDAnatomie

„Triple-D" — eine Körbchengröße aus dem angloamerikanischen BH-System für eine große Brust, die in Europa je nach Marke etwa E oder F entspricht.

DDLGPraktiken

DDLG (Daddy Dom/Little Girl) ist eine einvernehmliche Rollenspiel-Dynamik zwischen erwachsenen Partnern, in der eine fürsorgliche „Daddy“-Rolle auf eine verspielte, sich klein fühlende „Little“-Rolle trifft.

DILFKultur

DILF steht für „Dad I'd Like to Fuck“ und meint einen reifen, oft väterlich wirkenden Mann, der gerade wegen seiner Souveränität und Lebenserfahrung als besonders sexuell attraktiv gilt.

DSM-5Kultur

Fünfte Auflage des psychiatrischen Diagnose-Handbuchs der APA; trennt ungewöhnliche sexuelle Interessen klar von behandlungsbedürftigen Störungen.

Damenwäscheträger (DWT)Fetische

Damenwäscheträger (DWT) sind Männer, die Damenunterwäsche und Dessous tragen, weil sie den Stoff und das Tragegefühl sinnlich oder erregend finden.

DammAnatomie

Der Damm — medizinisch Perineum — ist die empfindsame Hautregion zwischen After und den äußeren Genitalien und zählt zu den oft unterschätzten erogenen Zonen.

Dark RomanceKultur

Literarisches Genre, das romantische Liebe gezielt mit düsteren, moralisch ambivalenten und gefährlichen Elementen wie Obsession, Machtgefälle oder Gefangenschaft verbindet.

DarkroomKultur

Ein bewusst abgedunkelter Raum in Clubs, Bars oder Saunen, in dem Menschen anonymen, oft spontanen Sex haben.

DarstellercastingKultur

Der Auswahl- und Aufnahmeprozess, mit dem Studios oder Amateurprojekte neue Performer:innen für erotische Produktionen gewinnen — inklusive Klärung von Grenzen, Einvernehmen und rechtlichen Voraussetzungen.

DauererektionAnatomie

Eine ungewöhnlich lang anhaltende Erektion — umgangssprachlich ein Zeichen von Standfestigkeit, medizinisch als Priapismus aber ein ernst zu nehmender Notfall.

DauergeilKultur

Umgangssprachlich für einen anhaltend hohen Erregungs- und Lustzustand — meist eine normale, lustvolle Phase und keine Krankheit.

DauersingleKultur

Ein Mensch, der über sehr lange Zeit oder dauerhaft ohne feste Partnerschaft lebt — freiwillig gewählt oder durch die Umstände bedingt.

DaumenschellenPraktiken

Kleine, meist metallene Fesseln, die die Daumen aneinander fixieren und im einvernehmlichen Bondage trotz ihrer Größe die Handfreiheit stark einschränken.

DebrisKultur

Debris bezeichnet die natürlichen körpereigenen Rückstände im Intimbereich — von Smegma über Sekrete bis zu feinen Resten im Enddarm — und steht für einen entspannten, unaufgeregten Umgang mit Intimhygiene.

DeepfakeKultur

Mit Künstlicher Intelligenz erzeugtes oder manipuliertes Bild-, Video- oder Audiomaterial, das eine reale Person täuschend echt in fremde – oft sexuelle – Szenen montiert.

DeepthroatPraktiken

Eine Form des Oralsex, bei der der Penis oder ein Dildo so tief in den Mund aufgenommen wird, dass er bis in den Rachen reicht.

DeflorationKultur

Defloration bezeichnet das erste Mal vaginalen Geschlechtsverkehrs — kulturell mit dem überholten Bild der „Jungfräulichkeit“ verknüpft, sachlich aber nur ein einvernehmlicher Moment ohne körperlichen „Beweis“.

DegraderPraktiken

Im BDSM die Person, die ihr Gegenüber einvernehmlich erniedrigt – verbal oder durch Handlungen – um erotische Spannung aus Macht und Unterwerfung zu erzeugen.

Dehnung der VaginaAnatomie

Die natürliche Fähigkeit der Scheide, sich bei Erregung, Sex oder Geburt elastisch zu weiten und danach wieder zusammenzuziehen.

DehnungsspielePraktiken

Dehnungsspiele sind erotische Praktiken, bei denen eine Körperöffnung — meist der Anus, manchmal die Vagina — langsam und kontrolliert geweitet wird, sodass das wachsende Vollgefühl selbst zur Lustquelle wird.

Demi ViergeKultur

Eine Person, die sexuell durchaus aktiv ist, aber bewusst auf vaginalen Geschlechtsverkehr verzichtet, um ihre sogenannte technische Jungfräulichkeit zu bewahren.

DemütigungPraktiken

Einvernehmliche BDSM-Spielform, bei der eine Person durch herabsetzende Worte oder Situationen gezielt beschämt wird und genau daraus Erregung zieht.

Dental DamPraktiken

Ein dünnes Latex- oder Polyurethan-Tuch, das beim Oralverkehr an Vulva oder After als Schutzbarriere gegen sexuell übertragbare Infektionen dient.

DentalfetischFetische

Sexuelle Erregung, die sich auf Zähne, Mund, Zahnpflege oder zahnärztliche Situationen richtet — von der Faszination für ein bestimmtes Lächeln bis zum Zahnarzt-Rollenspiel.

DepersonalisationKultur

Zustand, in dem du dich von dir selbst, deinem Körper oder deinem Erleben entfremdet fühlst — mal als belastendes Symptom, mal als bewusst gesuchter erotischer Rausch der Selbstentgrenzung.

DeprivationPraktiken

Das bewusste Ausschalten oder Dämpfen einzelner Sinne — meist Sehen und Hören —, um die übrige Wahrnehmung zu schärfen und Hingabe wie Empfindungen zu intensivieren.

Designer-VaginaKultur

Umgangssprachlicher Marketingbegriff für kosmetische Eingriffe an der Vulva — meist eine Schamlippenkorrektur, die das Genital einem schmalen Schönheitsideal angleichen soll.

DevianzKultur

Sexuelle Devianz meint Verhalten, das von den jeweils geltenden gesellschaftlichen Normen abweicht — ein beschreibender Begriff, kein Urteil über Schaden oder Krankheit.

DevotionPraktiken

Tiefe, freiwillige Hingabe einer devoten Person an eine dominante – getragen von Vertrauen, Respekt und klaren Absprachen.

Diaper Lover (DL)Fetische

Diaper Lover (DL) bezeichnet Erwachsene, die einvernehmlich aus erotischen oder beruhigenden Gründen Windeln tragen — mit oder ohne begleitendes Babyrollenspiel.

DiaphragmaKultur

Das Diaphragma ist ein hormonfreies Barriere-Verhütungsmittel — eine weiche Silikonkappe, die vor dem Sex den Muttermund abdeckt und zusammen mit Verhütungsgel den Spermien den Weg in die Gebärmutter versperrt.

DickflashPraktiken

Das plötzliche, oft heimliche Aufblitzenlassen des Penis vor einer anderen Person — einvernehmlich ein Exhibitionismus-Spiel, ungefragt vor Unbeteiligten dagegen ein strafbarer Übergriff.

DienstmädchensexFetische

Erotisches Rollenspiel rund um ein Machtgefälle zwischen dienender Person (oft im French-Maid-Look) und befehlender Herrschaft.

DigitatioPraktiken

Die gezielte sexuelle Stimulation der Geschlechtsorgane mit den Fingern – von der Klitoris uber die Scheide bis zum Anus.

DilationPraktiken

Das langsame, schrittweise Weiten einer Körperöffnung mit Dilatoren — therapeutisch nach Operationen oder bei Vaginismus, lustorientiert als Vorbereitung und Reiz beim Anal- oder Vaginaltraining.

DilatorPraktiken

Ein Dilator ist ein zylindrisches Hilfsmittel, das Vagina oder Anus in aufsteigenden Größen behutsam weitet — medizinisch wie lustvoll, immer mit Geduld und ohne Schmerz.

Dildo aus EisPraktiken

Ein selbst gefrorener Penetrationsgegenstand aus Wasser, der beim Sex für kühle Temperaturreize sorgt.

DirnenlohnKultur

Historisch geprägte, heute veraltete Bezeichnung für das Entgelt, das jemand für sexuelle Dienstleistungen in der Prostitution erhält.

Dirty GamesPraktiken

Dirty Games ist ein Sammelbegriff für Erotikspiele, bei denen bewusst mit Körperflüssigkeiten, Tabubrüchen und Erniedrigung gespielt wird — von milden Speichelspielen bis zu intensiven Natursekt-Praktiken.

Dirty SanchezPraktiken

Derbe, überwiegend als Mythos und Schockwitz kursierende Slang-Praktik, bei der nach dem Analverkehr ein ‚Kot-Schnurrbart‘ über der Oberlippe der Partnerin oder des Partners hinterlassen wird.

Dirty TalkPraktiken

Erotisch aufgeladene Sprache, die Lust ausdrückt und Erregung sowie Nähe steigert — vom zärtlichen Flüstern bis zur derben Ansage, immer einvernehmlich.

DissexualitätKultur

Sexualwissenschaftlicher Begriff für sexuelles Verhalten, das die Selbstbestimmung anderer verletzt — also übergriffiges, nicht-einvernehmliches Handeln, nicht bloß „ausgefallene“ Lust.

Distinguished GentKultur

Erotischer Attraktivitäts-Archetyp des reifen, stilvollen und souveränen älteren Herrn, dessen Reiz aus Haltung, Eleganz und Gelassenheit statt aus Jugend entsteht.

DisziplinPraktiken

Einvernehmliche BDSM-Spielart, bei der eine Person Regeln und Verhaltensvorgaben setzt und deren Einhaltung — mit Belohnung oder Bestrafung — begleitet.

DockingPraktiken

Nicht-penetrative Praktik, bei der die Vorhaut eines unbeschnittenen Penis über die Eichel eines zweiten Penis gestülpt wird, sodass sich beide Spitzen Haut an Haut berühren.

DoggingPraktiken

Dogging ist verabredeter, einvernehmlicher Sex an halböffentlichen Orten, bei dem fremde Zuschauer gezielt zusehen oder nach Absprache mitmachen dürfen.

DogplayPraktiken

Einvernehmliches Tierrollenspiel, bei dem eine Person in die Rolle eines Hundes schlüpft und das Gegenüber die Rolle von Halter:in einnimmt.

Domestic DisciplinePraktiken

Einvernehmliche Beziehungsform, in der ein Partner Regeln setzt und Verstöße mit vorab vereinbarten Konsequenzen ahndet — gelebt als dauerhafte Alltagsstruktur, nicht nur als einzelne Session.

DominaKultur

Eine Frau, die in einvernehmlichen BDSM-Spielen oder -Beziehungen bewusst die dominante, führende Rolle übernimmt — privat aus Neigung oder professionell als Dienstleistung.

DominakussPraktiken

Der Dominakuss ist ein Szene-Begriff für das einvernehmliche, gezielte Anspucken einer devoten Person durch eine dominante — ein Machtritual aus dem Bereich der Erniedrigungsspiele.

DoppeldeckerPraktiken

Der Doppeldecker ist eine Gruppensex-Konstellation, bei der sich mehrere Menschen schichtweise übereinander anordnen — wie die zwei Etagen eines Busses — und sich so gleichzeitig berühren und verwöhnen.

DoppelfellatioPraktiken

Doppelfellatio bezeichnet die gleichzeitige orale Stimulation eines einzigen Penis durch zwei Personen — ein Klassiker beim Dreier und beim Gruppensex.

Doppelpenetration (DP)Praktiken

Die gleichzeitige Penetration einer Person durch zwei Glieder, Dildos oder Finger – meist vaginal und anal zugleich.

DoppelvaginalPraktiken

Die gleichzeitige Penetration der Vagina durch zwei Objekte — meist zwei Penisse oder eine Kombination aus Penis und Dildo.

DoxingKultur

Das gezielte Sammeln und Veröffentlichen privater Daten einer Person gegen ihren Willen — im erotischen Umfeld ein massiver Eingriff in Privatsphäre und Sicherheit.

DragqueenKultur

Eine Künstler:in, die mit überzeichneter Weiblichkeit – Make-up, Perücke, Kostüm und Bühnenpräsenz – eine glamouröse Kunstfigur erschafft und performt.

Dreier mit zwei FrauenPraktiken

Einvernehmlicher Sex zu dritt mit zwei Frauen und meist einem Mann – eine der häufigsten Sexfantasien, die von guter Kommunikation und echter Gleichberechtigung lebt.

Dreier mit zwei MännernPraktiken

Ein Dreier, bei dem zwei Männer und meist eine weitere Person gemeinsam Sex haben — oft mit einer Frau, manchmal auch unter Männern.

DreifachpenetrationPraktiken

Gleichzeitige Penetration einer Person an drei Stellen — meist vaginal, anal und oral — als Steigerung der Doppelpenetration.

Dress of OKultur

Symbolträchtiges Kleidungskonzept der BDSM-Kultur nach dem Roman „Geschichte der O“, das eine devote Person sichtbar als hingegeben kennzeichnet.

DroolingPraktiken

Das bewusste Sabbern beziehungsweise Spielen mit der eigenen Spucke als erotisches Stilmittel, oft beim Oralsex oder in Hingabe- und Machtspielen.

DuftstoffeKultur

Riechbare Substanzen wie Parfüms, ätherische Öle oder natürlicher Körpergeruch, die im sexuellen Kontext Anziehung, Erregung und Stimmung beeinflussen können.

DungeonKultur

Ein eigens für einvernehmliche BDSM-Sessions hergerichteter Raum mit passenden Möbeln, Werkzeugen und Sicherheitsvorkehrungen.

DurchfallPraktiken

Durchfall meint dünnflüssigen, häufigen Stuhlgang und ist im sexuellen Kontext vor allem für Analhygiene, Sicherheit und das offene Gespräch über das richtige Timing relevant.

DurchschnittssexKultur

Durchschnittssex steht für die statistische und kulturelle Vorstellung von „normalem“ Sex — Mittelwerte zu Häufigkeit, Dauer und Praktiken, die die echte Bandbreite gelebter Sexualität kaum abbilden.

DykeKultur

Ursprünglich abwertender, heute selbstbewusst zurückeroberter englischer Begriff für eine lesbische Frau.

E
EPEPraktiken

EPE (Erotic Power Exchange) bezeichnet den bewusst einvernehmlichen Austausch von Macht zwischen einer führenden und einer sich hingebenden Person.

EarjobPraktiken

Penisstimulation mit dem Ohr — an Ohrmuschel und Ohrläppchen, analog zu Handjob oder Boobjob, mit dem Ohr als empfindsamer erogener Zone.

EbonyKultur

Genre- und Kategoriebezeichnung der Erotikbranche für Darstellerinnen und Darsteller mit dunkler, meist afrikanisch-stämmiger Hautfarbe.

Echte SklavinPraktiken

Eine echte Sklavin gibt im Rahmen einer einvernehmlichen BDSM-Beziehung dauerhaft und umfassend Entscheidungsmacht ab — freiwillig, jederzeit widerrufbar und klar abgegrenzt von realer, illegaler Unfreiheit.

EdelhureKultur

Umgangssprachlicher Begriff für eine Sexarbeiterin im hochpreisigen, exklusiven Segment, die zahlungskräftige Kundschaft diskret und stilvoll begleitet.

EdgeplayPraktiken

Sammelbegriff im BDSM für besonders riskante Spielarten, die bewusst an körperliche, psychische oder emotionale Grenzen gehen und maximale Sicherheit, Wissen und Kommunikation verlangen.

EdgingPraktiken

Sexuelle Technik, bei der die Erregung wiederholt bis kurz vor den Orgasmus gesteigert und dann gezielt zurückgenommen wird, um die Lust zu verlängern und den Höhepunkt oft intensiver zu machen.

EffeminationFetische

Das bewusste, lustvolle Verweiblichen einer nicht als Frau gelesenen Person durch Kleidung, Gestik und Rollenspiel — meist im BDSM-Kontext.

EhefotzeKultur

Derber Vulgär- und Degradierungsbegriff aus dem deutschsprachigen Dirty Talk, mit dem die eigene Ehefrau oder feste Partnerin im einvernehmlichen Spiel bewusst herabsetzend sexualisiert angesprochen wird.

Eheliche PflichtenKultur

Historisch geprägter, heute überholter Begriff für die Vorstellung, dass sich Verheiratete gegenseitig Sex „schulden“ — rechtlich und partnerschaftlich gilt das Gegenteil: Intimität ist immer freiwillig.

EichelkäseAnatomie

Umgangssprachlicher Name für Smegma — eine natürliche, talgartige Ablagerung unter der Vorhaut, die bei mangelnder Hygiene riecht und verklumpt.

EichelpiercingAnatomie

Intimpiercing am Penis, dessen Stichkanal durch die Eichel verläuft oder direkt an ihrem Rand ansetzt — bekannteste Form ist der Prince Albert.

EinlaufPraktiken

Das Einführen von körperwarmem Wasser über den After in den Enddarm — mal zur hygienischen Vorbereitung, mal als eigenständige erotische Praxis.

EinvernehmlichkeitKultur

Das ausdrückliche, freiwillige und jederzeit widerrufbare Einverständnis aller Beteiligten zu einer sexuellen Handlung.

EkelspielePraktiken

Erotische Spielform, bei der bewusst ekel-, scham- oder tabubehaftete Reize zur Quelle der Erregung werden — einvernehmlich, sicher und mit klaren Grenzen.

ElastratorPraktiken

Ursprünglich ein tiermedizinisches Werkzeug, das einen dicken Gummiring aufdehnt und abstreift — in der Erotik im Rahmen von CBT zum kurzzeitigen, kontrollierten Abbinden von Penis und Hoden zweckentfremdet.

ElefantenstellungPraktiken

Liegende Sexstellung, bei der die empfangende Person flach auf dem Bauch liegt und von hinten eng penetriert wird — intim, körpernah und trotz des Namens eher sanft.

Elektrosex (EMS)Praktiken

Sexuelle Stimulation mit schwachen elektrischen Reizen, die Nerven und Muskeln in erogenen Zonen gezielt zum Kribbeln, Pochen oder Kontrahieren bringen.

Emotional bedürftigKultur

Bezeichnung für ein überdurchschnittlich starkes, oft schwer selbst regulierbares Verlangen nach Nähe, Bestätigung und emotionaler Zuwendung.

Emotionale BindungKultur

Das tiefe Gefühl von Verbundenheit, Vertrauen und Nähe, das zwischen Menschen wächst und sie über reine körperliche Anziehung hinaus aneinander bindet.

EncasementFetische

Erotische Spielart, bei der der Körper ganz oder fast vollständig in einem Material wie Latex, Gummi, Lycra oder einem Vakuumbett eingeschlossen wird — für das intensive Gefühl, umhüllt, begrenzt und von der Außenwelt abgeschirmt zu sein.

EncouragerKultur

Partner in Cuckold- oder Hotwife-Beziehungen, der die Liebste aus echter Mitfreude zu Sex mit anderen ermutigt — ohne eigenes Demütigungsbedürfnis.

EngelsgesichtKultur

Ein besonders rein und unschuldig wirkender Gesichtstyp, der in der Erotikbranche erwachsene Darstellerinnen mit makellos-bravem Äußeren beschreibt — sein Reiz lebt vom Kontrast zwischen scheinbarer Unschuld und offen gezeigter Lust.

Englische ErziehungPraktiken

Konsensuelles BDSM-Rollenspiel, das strenge Disziplin und körperliche Züchtigung im Stil viktorianischer Erziehung lustvoll zwischen erwachsenen Partnern inszeniert.

EntführungsspielePraktiken

Einvernehmliches erotisches Rollenspiel, bei dem eine gespielte Entführung mit Hilflosigkeit und Kontrollverlust inszeniert wird, ganz im Rahmen vorher abgesprochener Grenzen.

EphebophilieKultur

Sexualwissenschaftlicher Begriff für ein vorrangiges sexuelles Interesse an Jugendlichen der mittleren bis späten Adoleszenz (etwa 15–19); beschreibt ein Neigungsmuster, nicht erlaubtes Handeln – Kontakte unterhalb des Schutzalters bleiben strafbar.

EproktophilieFetische

Sexuelle Erregung durch Blähungen und das Furzen — durch Geräusch, Geruch, Luftstoß oder die Vorstellung des Kontrollverlusts, ausdrücklich ohne Kot.

Erektile DysfunktionAnatomie

Anhaltende oder wiederkehrende Schwierigkeit, eine Erektion aufzubauen oder lange genug zu halten, um Sex befriedigend zu erleben — ein einzelner Aussetzer zählt nicht dazu.

Erektionsspritze (SKAT)Praktiken

Medizinisches Verfahren gegen Erektionsstörungen, bei dem ein gefäßerweiterndes Medikament mit einer feinen Nadel direkt in den Schwellkörper des Penis gespritzt wird, um eine Erektion auszulösen.

ErotikchatKultur

Erotischer, meist textbasierter Austausch über digitale Kanäle, bei dem Lust vor allem durch Sprache, Fantasie und Timing entsteht.

ErotikurlaubKultur

Eine Reise, bei der Sinnlichkeit, Lust und sexuelle Erlebnisse bewusst im Mittelpunkt stehen — von romantischen Paar-Auszeiten über Swinger-Resorts bis zu Tantra- oder Fetisch-Retreats.

Erotische HypnosePraktiken

Der einvernehmliche Einsatz von Trance und Suggestion, um erotische Empfindungen, Erregung und Fantasien gezielt zu verstärken.

Erotische Kleidung und DessousKultur

Kleidung, die gezielt Erotik, Reiz und Selbstinszenierung betont — von feiner Unterwäsche bis zu Latex, Leder und Rollenspiel-Outfits.

ErotomanieKultur

Wahnhafte Überzeugung, von einer bestimmten (meist höhergestellten) Person heimlich geliebt zu werden — ein psychiatrischer Liebeswahn, auch De-Clérambault-Syndrom genannt, und keine sexuelle Vorliebe.

Erziehung auf DistanzPraktiken

Erziehung auf Distanz ist eine Form der einvernehmlichen Machtübertragung im BDSM, bei der Führung, Regeln und Aufgaben über Entfernung per Nachricht, Anruf oder Video vermittelt werden statt im selben Raum.

Erzwungene ProstitutionKultur

Sexuelle Dienstleistung, zu der ein Mensch durch Zwang, Gewalt, Drohung oder Ausnutzung einer Zwangslage genötigt wird — eine Straftat und schwere Menschenrechtsverletzung.

Essen zum SpielenPraktiken

Erotisches Spiel mit Lebensmitteln wie Honig, Sahne oder Eiswürfeln direkt am Körper — Genuss über Geschmack, Temperatur und Textur.

Eve TeasingKultur

Beschönigender Begriff aus dem südasiatischen Englisch für die öffentliche sexuelle Belästigung von Frauen — Zurufe, Grapschen, Verfolgen — ohne jeden Konsens.

ExhibitionismusPraktiken

Die sexuelle Lust daran, den eigenen nackten Körper oder intime Handlungen bewusst vor anderen zu zeigen und im Moment des Gesehenwerdens erregt zu werden.

ExkrementeFetische

Das lustvolle, einvernehmliche Einbeziehen von Kot in sexuelle Handlungen; fachsprachlich Koprophilie, in der Szene meist „Scat“ oder „Kaviar“ genannt.

ExtasiaKultur

Zustand höchster erotischer Verzückung, in dem Erregung so intensiv wird, dass das alltägliche Ich-Erleben zurücktritt.

ExtremsklavinPraktiken

Devote BDSM-Rolle für eine besonders weitreichende, intensive und meist dauerhafte Unterwerfung — stets auf Basis von Konsens und Sicherheit.

F
F-PunktAnatomie

Nicht einheitlich definierter Begriff der Pop-Sexologie für eine besonders empfindsame erogene Zone, meist das Frenulum am Penis, seltener ein tiefer vaginaler Bereich.

FJPraktiken

FJ ist die szeneübliche Abkürzung für den Fußjob – die sexuelle Stimulation der Genitalien mit Füßen, Zehen und Fußsohlen.

Facebook-PolizeiPlattform

Umgangssprachlicher Spottname für die Zensur- und Moderationsmaschinerie von Facebook/Meta, die erotische oder nur anzügliche Inhalte löscht, drosselt oder sperrt.

FacefuckPraktiken

Facefuck bezeichnet eine Form des Oralsex, bei der die penetrierende Person aktiv und rhythmisch in den Mund des Gegenübers stößt, statt dass dieses selbst führt — ein einvernehmliches Spiel mit Führung und Hingabe.

FacesittingPraktiken

Sexpraktik, bei der sich eine Person mit Vulva, Anus oder Gesäß über das Gesicht der liegenden Partnerin oder des Partners setzt — meist zum oralen Verwöhnen und für das Spiel mit Nähe und Kontrolle.

FacialPraktiken

Beim Facial ejakuliert eine Person bewusst ins Gesicht der anderen — eine sichtbare, oft symbolisch aufgeladene Abschlusshandlung, die nur mit vorheriger Absprache schön ist.

Fahrbares BordellKultur

Ein fahrbares Bordell ist ein Fahrzeug wie Wohnmobil oder Transporter, das als mobiler Ort für sexuelle Dienstleistungen genutzt wird — Sexarbeit auf Rädern statt im festen Etablissement.

FakeKultur

Fake bezeichnet in der Erotik alles Vorgetäuschte — vom inszenierten Amateurvideo über gefälschte Kontaktprofile bis zum vorgespielten Orgasmus; entscheidend ist, ob jemand getäuscht wird oder alle die Illusion kennen.

FalakaPraktiken

Falaka (Bastonade) bezeichnet einvernehmliche Schläge auf die nackten Fußsohlen – eine intensive BDSM-Impact-Praxis mit Foltervergangenheit, die Vorsicht, Kommunikation und Aftercare verlangt.

Falle schiebenKultur

Derber umgangssprachlicher Ausdruck fürs Miteinanderschlafen: die „Falle“ ist salopp das Bett, „schieben“ meint die Aktivität darin.

FanboyKultur

Ein Fanboy ist ein begeisterter, treuer Anhänger einer erotischen Darstellerin oder eines Creators, der sie mit Aufmerksamkeit, Geld und Loyalität unterstützt.

FandomKultur

Die Gemeinschaft und Kultur der Fans rund um eine Serie, ein Spiel oder eine Person — samt der kreativen und oft auch erotischen Werke, die Fans selbst erschaffen.

Fantasy PornoKultur

Erotik-Genre, das sexuelle Darstellungen bewusst in fantastische, märchenhafte oder mythologische Welten verlegt — mit Kostümen, Kreaturen und erfundenen Szenarien.

FartingfetischFetische

Sexuelle Erregung durch das Hören, Riechen oder Miterleben von Blähungen, fachsprachlich Eproktophilie genannt.

Fauler HundPraktiken

Eine besonders entspannte Variante der Hündchenstellung, bei der die empfangende Person bäuchlings liegt und die aktive Person von hinten aufliegt: viel Hautkontakt, wenig Kraftaufwand.

FaustfickPraktiken

Sexuelle Praktik, bei der Hand oder Faust langsam und mit viel Gleitmittel vaginal oder anal eingeführt wird — Kern ist geduldiges Dehnen, nicht Kraft.

FeedeeFetische

Ein Feedee ist eine Person, die es erregend findet, im Rahmen des Feederism gefüttert zu werden und dabei einvernehmlich an Gewicht zuzunehmen oder sich prall gesättigt zu fühlen.

FeedingFetische

Feeding bezeichnet die erotische Lust daran, einen Partner bewusst zu füttern, wobei das Reichen von Speisen im Rahmen des Feederismus zum sinnlichen, machtgeladenen Ritual wird.

FeierbitchKultur

Umgangssprachlicher Ausdruck aus der Partyszene für eine feierfreudige, sexuell selbstbewusste Person — je nach Kontext stolze Selbstbezeichnung oder abwertende Fremdzuschreibung.

FellatioPraktiken

Fellatio ist die orale Stimulation des Penis mit Mund, Lippen und Zunge – umgangssprachlich Blasen oder Blowjob.

Female POVKultur

Eine Kamera- und Erzählperspektive in erotischen Filmen und Fotos, bei der das Geschehen konsequent aus der Sicht einer Frau gezeigt wird.

Female PornKultur

Sammelbegriff für Pornografie, die gezielt für ein weibliches Publikum gemacht ist und dessen Wünsche, Blickwinkel und Lust in den Mittelpunkt stellt.

Female-Lead-Relationship (FLR)Kultur

Partnerschaftsmodell, in dem die Frau einvernehmlich die führende Rolle übernimmt und der Partner ihr diese Führung bewusst überlässt.

FembotFetische

Fetisch- und Rollenspielmotiv rund um weibliche Roboter bzw. Androidinnen, bei dem eine Person eine „künstliche Frau“ verkörpert oder sich das erträumt.

FemboyKultur

Ein meist männlich gelesener Mensch, der feminine Kleidung, Ästhetik und Auftreten bewusst und selbstbewusst für sich nutzt – ein Ausdrucks-Label, keine feste Orientierung.

FemdomPraktiken

Femdom bezeichnet erotische Spielarten und Beziehungsdynamiken, in denen eine Frau bewusst die dominante, führende Rolle übernimmt.

FemidomPraktiken

Das Femidom ist das Kondom für die Frau: eine weiche Hülle, die in die Scheide eingeführt wird und zugleich vor Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Infektionen schützt.

FesseljackeFetische

Eine Fesseljacke ist ein enges, verschnürbares Kleidungsstück, das die Arme am Körper fixiert und im einvernehmlichen Bondage-Spiel bewusst zur Immobilisierung eingesetzt wird.

FesselliegeFetische

Ein speziell für Bondage gebautes Liegemöbel mit fest verankerten Fixierpunkten, auf dem eine Person bequem liegend gefesselt und stimuliert werden kann.

FesselmarkenPraktiken

Fesselmarken sind die vorübergehenden Abdrücke und roten Striemen, die Seile, Manschetten oder Bänder nach dem Fesseln auf der Haut hinterlassen.

FetischFetische

Eine ausgeprägte sexuelle Vorliebe für ein bestimmtes Objekt, Material, Körperteil oder Szenario – einvernehmlich ausgelebt ein normaler Teil gelebter Sexualität.

FetischismusFetische

Sexuelle Erregung durch bestimmte Objekte, Materialien oder Körperteile, die für andere Menschen keine erotische Bedeutung haben.

Feuchte TräumeAnatomie

Unwillkürliche sexuelle Erregung im Schlaf, die bei allen Geschlechtern bis zum Orgasmus führen kann und völlig normal ist.

FeudalmodellKultur

Eine einvernehmliche D/s-Beziehungsform, die sich am mittelalterlichen Lehnswesen orientiert: Führung und Schutz auf der einen, Treue und Dienst auf der anderen Seite — freiwillig und jederzeit widerrufbar.

FeuerspielePraktiken

Sinnliche BDSM-Praktik, bei der kontrolliertes Feuer kurz über die Haut geführt wird, um intensive Wärme- und Prickelreize zu erzeugen.

Fick-mich-StiefelKultur

Umgangssprachliche, bewusst provokante Bezeichnung für hochhackige, meist knie- oder oberschenkelhohe Stiefel mit offen erotischer Signalwirkung.

Ficken fürs KlimaKultur

Augenzwinkernder Aktivismus-Slogan, der einvernehmlichen Sex als ressourcenschonende, konsumfreie Form des Vergnügens feiert — halb Konsumkritik, halb Satire.

FickfaulKultur

Saloppes, meist abwertendes Wort für jemanden, der wenig Lust auf Sex zeigt oder im Bett kaum Eigeninitiative ergreift.

FickmaschinePraktiken

Ein motorbetriebenes Sexgerät, das einen Dildo oder Aufsatz automatisch in einstellbarem Tempo vor- und zurückbewegt und so ausdauernde penetrierende Stimulation ohne menschliche Muskelkraft liefert.

FicknickenKultur

Umgangssprachlich das plötzliche Müde-Werden und Einschlafen direkt nach dem Sex — eine körperliche Reaktion, kein Zeichen von Desinteresse.

FicksaunaKultur

Umgangssprachlicher Begriff für einen Sauna- oder Wellnessclub, in dem einvernehmlicher Sex zwischen den Gästen ausdrücklich Teil des Konzepts ist.

FicksklavinPraktiken

Einvernehmliche Rollenbezeichnung im BDSM: eine Person, die sich in einer Machtgefälle-Dynamik freiwillig als sexuell verfügbar und unterwürfig hingibt.

FieberfetischFetische

Erotische Erregung rund um Fieber und erhöhte Körpertemperatur — etwa die heiße Haut, die Verletzlichkeit und das fürsorgliche Umsorgen eines fiebrigen Körpers.

FilmfehlerKultur

Augenzwinkernder Szene-Slang für das ungewollte Herausrutschen von Penis, Dildo oder Toy während des Sex, wenn kurz neu „eingefädelt“ werden muss.

FindomPraktiken

Findom (Financial Domination) ist eine Spielart der einvernehmlichen Machtübergabe, bei der Geld selbst zum erotischen Medium wird.

FingernPraktiken

Sexuelle Stimulation von Vulva, Vagina, Klitoris oder Anus mit einem oder mehreren Fingern — vielseitig, präzise dosierbar und eigenständig orgasmusfähig.

Finnische SchlittenfahrtPraktiken

Umgangssprachlicher Begriff für eine nicht-penetrative Gleitpraktik, bei der der Penis auf eingeölter oder eingeseifter Haut zwischen zusammengepressten Schenkeln oder Pobacken hin- und hergleitet — Reibung statt Eindringen.

FippelKultur

Umgangssprachlicher, verniedlichender Mundart-Kosename für den Penis, vor allem im hessischen und Rhein-Main-Raum verbreitet.

FishnetKultur

Grobmaschiges Netzgewebe, das als Strumpf, Strumpfhose oder Oberteil gleichzeitig Haut zeigt und verhüllt und seit Jahrzehnten zu den Klassikern erotischer Kleidung zählt.

FistingPraktiken

Sexualpraktik, bei der eine Hand ganz oder teilweise bis zur Faust langsam in Vagina oder Anus aufgenommen wird — als intensives Gefühl von Fülle und Hingabe.

FistingkarussellPraktiken

Gruppenvariante des Fistings, bei der sich mehrere Menschen reihum abwechselnd mit Hand oder Faust penetrieren und dabei Rollen und Positionen wie in einem Kreis rotieren.

FlagellationPraktiken

Das einvernehmliche, rhythmische Schlagen des Körpers mit Peitschen, Floggern oder Ruten zur Lust-, Schmerz- und Machtinszenierung.

FlashingPraktiken

Das kurze, meist überraschende Entblößen intimer Körperstellen als Lustspiel — reizvoll nur, solange alle Zusehenden einverstanden sind.

FlatophilieFetische

Sexuelle Erregung durch Blähungen und Furzen, bei der Klang, Geruch oder der Tabubruch selbst als Reiz wirken.

Flatus vaginalisAnatomie

Das harmlose, hörbare Entweichen von Luft aus der Scheide — geruchlose Raumluft, die bei Sex, Sport oder Bewegung ein- und wieder austritt, ganz ohne Krankheitswert.

FleischpenisAnatomie

Umgangssprachlicher Ausdruck für den echten, natürlichen Penis aus Fleisch und Blut — im Gegensatz zu Dildos, Vibratoren und anderem Sexspielzeug.

FleshlightKultur

Fleshlight ist die bekannteste Marke für penetrierbare Masturbatoren — ein Sexspielzeug mit weichem, strukturiertem Einsatz für die Selbstbefriedigung, dessen Name längst zum Gattungsbegriff geworden ist.

Flexible GeschlechtsidentitätKultur

Ein Geschlechtserleben, das sich nicht auf einen festen Punkt festlegt, sondern zwischen weiblich, männlich, beidem oder keinem von beidem in Bewegung bleibt.

Fliegendes EntenpaarPraktiken

Eine bildhaft benannte Sexstellung im Stehen, bei der eine Person die andere hochhebt und trägt, während sich beide Körper eng umschlingen.

Florentiner GriffPraktiken

Handtechnik, bei der die verschiebbare Schafthaut des Penis straff nach unten gezogen und dort gehalten wird, sodass die Eichel freiliegt und besonders empfindlich auf jede Berührung reagiert.

Florentiner GürtelPraktiken

Zweihand-Technik zur manuellen Penisstimulation, bei der beide Hände einen umschließenden Ring um den Schaft bilden und gemeinsam auf und ab gleiten.

Flying-SkirtPraktiken

Akrobatische Oralsex-Stellung, bei der eine Person die andere kopfüber in der Luft hält — die stehende, „schwebende“ Variante des 69ers.

FlämmenPraktiken

Flämmen bezeichnet erotische Feuerspiele, bei denen eine offene Flamme nur ganz kurz und kontrolliert über die Haut geführt wird, um intensive Hitzereize zu erzeugen.

FolienbondagePraktiken

Folienbondage ist eine Fessel-Praktik, bei der der Körper mit Frischhalte- oder Stretchfolie umwickelt und dadurch teilweise oder ganz bewegungsunfähig gemacht wird.

FotzenfolterPraktiken

Einvernehmliche BDSM-Spielart, bei der die weiblichen Genitalien gezielt intensiven Reizen zwischen Lust und Schmerz ausgesetzt werden – das weibliche Gegenstück zur CBT.

FotzenscheißenPraktiken

Derber Slang-Ausdruck für das bewusste, kontrollierte Herauspressen von Flüssigkeit — meist Sperma nach einem Creampie — aus der Vulva; bildlich gemeint und nicht mit echtem Stuhlgang zu verwechseln.

FoursomePraktiken

Einvernehmlicher Gruppensex zu viert – vier Personen lassen sich gemeinsam und gleichzeitig auf sexuelle Handlungen ein, in wechselnden Konstellationen von zwei Paaren bis zu vier Singles.

FranzösischPraktiken

Umgangssprachlicher Sammelbegriff für Oralsex, im engeren Sinn oft das orale Verwöhnen des Penis.

Französisch mit AufnahmePraktiken

Oralverkehr am Penis, bei dem das Ejakulat bewusst im Mund aufgenommen und geschluckt oder aufgefangen wird.

Französische SchlittenfahrtPraktiken

Bildhafter Szene-Slang für eine besonders schwungvolle Fellatio mit langer, gleitender Auf-und-ab-Bewegung von Mund und Lippen über den Penis.

Frau als TrophäeKultur

Die Idee, eine Frau primär als Statussymbol und Beweis für den eigenen Erfolg zu betrachten — kritisch als Objektifizierung, spielerisch als einvernehmlicher Reiz des Zeigens und Bewundertwerdens.

FrauenhassKultur

Frauenhass (Misogynie) ist eine abwertende, feindselige Grundhaltung gegenüber Frauen und darf nicht mit einvernehmlichen erotischen Machtspielen verwechselt werden.

Free UsePraktiken

Einvernehmliche Absprache, bei der sich eine Person bereit erklärt, ihrem Partner oder ihrer Partnerin jederzeit ohne erneutes Nachfragen sexuell zur Verfügung zu stehen.

Freestyle CutKultur

Eine frei gestaltete Intimrasur, bei der die Schambehaarung nach eigenem Geschmack in individuelle Formen, Muster oder Motive gebracht wird, statt in eine standardisierte Vorlage.

Freeze OutPraktiken

Das bewusst vereinbarte Entziehen von Aufmerksamkeit, Nähe und Reaktion als Mittel der Machtverteilung oder Bestrafung in einer D/s-Dynamik.

French KissPraktiken

Der Zungenkuss — ein intensiver, offener Kuss, bei dem sich die Zungen beider Küssenden berühren, umspielen und wechselseitig erkunden.

Friends with benefits (FWB)Kultur

Eine Beziehungsform, bei der zwei befreundete Menschen einvernehmlich Sex haben, ohne eine romantische Partnerschaft einzugehen.

FrivolKultur

Frivol beschreibt eine leicht anzügliche, verspielt-lüsterne Haltung oder Bemerkung, die charmant mit erotischer Andeutung spielt, ohne plump oder derb zu werden.

FrottingPraktiken

Frotting bezeichnet das einvernehmliche Aneinanderreiben zweier Penisse Haut an Haut, ganz ohne dass etwas in den Körper eindringt.

FummeltrineKultur

Umgangssprachlicher, mal liebevoller, mal abwertender Ausdruck für einen aufwendig weiblich kostümierten Mann — klassisch eine Dragqueen oder einen Crossdresser.

FutanariKultur

Futanari ist ein japanisches Genre der Erotik-Zeichenkunst, in dem meist weiblich dargestellte Fantasie-Figuren zusätzlich einen Penis besitzen.

FuzokuKultur

Sammelbegriff für Japans kommerzielle Sexdienstleistungs-Branche, die legal fast alles außer dem eng definierten Geschlechtsverkehr gegen Geld anbietet.

FußsexPraktiken

Sexuelle Stimulation, bei der Füße und Zehen im Mittelpunkt der Lust stehen — vom Footjob bis zum zärtlichen Verwöhnen und Verehren der Füße.

G
G-PunktAnatomie

Besonders berührungsempfindliche Zone an der vorderen Scheidenwand, die zum inneren Klitoris- und Harnröhrengewebe gehört und bei Erregung deutlicher hervortritt.

GaggingPraktiken

Gagging bezeichnet das bewusst in Kauf genommene oder herbeigeführte Auslösen des Würgereflexes beim tiefen Oralsex — für die einen ein Hindernis, für die anderen genau der Reiz.

Gang der SchandeKultur

Der augenzwinkernde Name für den morgendlichen Heimweg nach einer spontanen Nacht mit jemandem, noch im Outfit vom Vorabend und gut sichtbar, obwohl an einvernehmlichem Sex nichts Schändliches ist.

Gangbang (GB)Praktiken

Beim Gangbang hat eine Person nacheinander oder teils gleichzeitig einvernehmlichen Sex mit mehreren Partnern — bewusst geplant, abgesprochen und mit der Person in der Mitte als Regie.

Gaping HolePraktiken

Als Gaping Hole bezeichnet man das sichtbare, vorübergehende Offenbleiben von After oder Vagina nach intensiver Dehnung — ein aus der Pornografie stammender Begriff für einen meist harmlosen Nebeneffekt.

GaslightingKultur

Perfide Form psychischer Manipulation, bei der jemand sein Gegenüber systematisch an der eigenen Wahrnehmung und Erinnerung zweifeln lässt — emotionaler Missbrauch, kein erotisches Spiel.

GastprostitutionKultur

Arbeitsmodell der Sexarbeit, bei dem eine Person zeitlich befristet als Gast an wechselnden Orten oder in fremden Betrieben arbeitet und danach weiterzieht.

Gay CruisingKultur

Das gezielte, meist spontane Aufsuchen von Sexpartnern an (halb-)öffentlichen Orten — eine traditionsreiche Anbahnungskultur unter schwulen und queeren Männern.

GehängeAnatomie

Umgangssprachlich-bildhafte Sammelbezeichnung für die äußeren männlichen Geschlechtsteile, also Penis und Hodensack als sichtbar herabhängende Einheit.

GeishaKultur

Japanische Kunst- und Unterhaltungskünstlerin (keine Prostituierte); im Erotik-Kontext zugleich Rollenspiel-Figur und Namensgeberin der Geisha-Kugeln fürs Beckenbodentraining.

GeldsklavePraktiken

Ein meist männlicher Submissiver, der aus dem freiwilligen Hergeben von Geld und finanzieller Kontrolle an eine dominante Person sexuelle oder psychische Erregung zieht.

GelegenheitsprostituierteKultur

Person, die nur gelegentlich und nebenbei sexuelle Dienstleistungen gegen Bezahlung anbietet, statt Sexarbeit als geregelten Hauptberuf auszuüben.

GemischtrassigKultur

Erotik-Genre für sexuelle Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft — die deutsche Entsprechung zum englischen „Interracial“.

GenderplayPraktiken

Genderplay ist das einvernehmliche, spielerische Erkunden und Überschreiten von Geschlechterrollen im erotischen Kontext.

GenitalfolterPraktiken

Einvernehmliches, bewusst intensives Reizen der Genitalien im BDSM — mit Klemmen, Druck, Hitze oder Strom, immer auf Basis von klarer Absprache und Konsens.

GenitalliftingPraktiken

Genitallifting ist ein ästhetisch-chirurgischer Eingriff, der den äußeren Intimbereich strafft, anhebt und neu konturiert.

GeruchsfetischismusFetische

Sexuelle Erregung durch Körpergerüche wie Schweiß, Intimsekret oder den Duft getragener Wäsche – eine olfaktorische Spielart des Fetischismus.

Geschichte der OKultur

Berühmter erotischer Roman von 1954 (Pauline Réage) über die freiwillige Unterwerfung der Protagonistin O — ein Gründungstext der literarischen BDSM-Kultur.

Geschlechtskrankheiten (STD)Kultur

Sammelbegriff für Infektionen, die überwiegend beim Sex übertragen werden — verursacht durch Bakterien, Viren oder Parasiten und heute meist gut behandel- oder vermeidbar.

GeschlechtsumwandlungKultur

Umgangssprachlicher Begriff für den medizinischen und sozialen Prozess, mit dem trans Menschen ihren Körper und ihr Auftreten an ihre Geschlechtsidentität angleichen; fachlich „geschlechtsangleichende Behandlung“ oder „Transition“.

Gespreizter AdlerPraktiken

Eine Körperhaltung, bei der Arme und Beine weit ausgestreckt ein X bilden — beliebt als offene, hingebungsvolle Stellung und als Fesselposition im einvernehmlichen Machtspiel.