Butterfly
Butterfly meint entweder ein tragbares Klitoris-Sextoy in Schmetterlingsform, das freihändig am Körper sitzt, oder eine Sexstellung mit angehobenem Becken für intensiveren Kontakt zur vorderen Scheidenwand.
Butterfly ist im erotischen Sprachgebrauch ein Doppelbegriff: Gemeint ist meist ein tragbares Klitoris-Sextoy in Schmetterlingsform, das freihändig per Riemen am Körper sitzt – immer öfter aber auch eine gleichnamige Sexstellung mit angehobenem Becken. Beide eint die Idee, gezielt die Klitoris und den vorderen Scheidenbereich zu verwöhnen, ohne dass die Hände ständig im Spiel sein müssen. Welche Bedeutung gemeint ist, ergibt sich fast immer aus dem Zusammenhang. Wir schauen uns beide an, damit du den Begriff sicher einordnen kannst.
Herkunft und die zwei Bedeutungen
Das Butterfly-Toy verdankt seinen Namen der Form: Ein flacher, oft flügelförmiger Silikonkörper liegt auf der Vulva auf und stimuliert mit einem oder mehreren Motoren die Klitoris, manche Modelle haben zusätzlich einen einführbaren Arm Richtung G-Punkt. Gehalten wird es entweder von dünnen Riemen um Hüfte und Oberschenkel oder – bei neueren Varianten – von einer Klemme am Höschen. Der große Reiz: Es bleibt an Ort und Stelle, sodass beide Hände frei sind. Viele Modelle lassen sich per App oder Fernbedienung steuern, was sie zum beliebten Werkzeug für Spiele auf Distanz macht.
Die Butterfly-Stellung dagegen beschreibt eine Variante, bei der die empfangende Person mit dem Becken an einer Tisch- oder Bettkante auf dem Rücken liegt, das Gesäß leicht erhöht (etwa auf einem Kissen), die Beine angewinkelt oder nach oben gestreckt. Der eindringende Part steht oder kniet davor. Durch den angehobenen Winkel wird der Kontakt zur vorderen Scheidenwand intensiver – einer der Gründe, warum die Position als angenehm für die Stimulation des G-Punkt gilt.
Worauf es in der Praxis ankommt
Beim Toy entscheidet die Passform über alles: Sitzt es nicht stabil, rutscht der Motor von der Klitoris weg und der Effekt verpufft. Probiere die Riemen in Ruhe aus, bevor es ernst wird, und nutze etwas wasserbasiertes Gleitmittel für ein angenehmeres Gefühl. Gerade die ferngesteuerten Varianten eröffnen ein ganzes Spielfeld: Eine Person übergibt die Kontrolle an die andere – das ist ein bewusster Akt von Konsens und sollte vorher klar abgesprochen sein, inklusive eines Zeichens zum Stoppen. Wer mag, kann damit gezielt Edging betreiben, also den Höhepunkt mehrfach hinauszögern, oder die Spannung mit Dirty Talk aufladen.
Bei der Stellung lohnt der Blick auf die Höhe: Tisch, Bett oder Sofa sollten so hoch sein, dass die Becken auf einer Linie liegen, sonst wird es für den Rücken schnell unbequem. Ein Kissen unter dem Po verändert den Winkel spürbar und nimmt Druck von der Lendenwirbelsäule.
- Toy fest, aber nicht einschnürend anlegen – Durchblutung beachten
- Nur körperverträgliches Silikon verwenden, vor und nach dem Gebrauch reinigen
- Fernbedienung oder App vorher testen, damit kein Frust aufkommt
- Bei der Stellung auf rückenschonende Höhe und ein Kissen unter dem Becken achten
- Ein Stopp-Signal vereinbaren, besonders beim Spiel mit übergebener Kontrolle
Sicherheit und Missverständnisse
Ein verbreiteter Irrtum: Ein Butterfly-Toy „ersetzt” den Partner oder die Partnerin. Tatsächlich ist es ein Hilfsmittel, das Solo- wie Paarsex bereichern kann – nicht mehr, nicht weniger. Auch der Mythos, die Stellung garantiere automatisch Squirting oder einen Orgasmus, hält sich hartnäckig; sie schafft günstige Bedingungen, aber jeder Körper reagiert anders. Für den öffentlichen Einsatz eines ferngesteuerten Toys gilt: Was zwischen euch passiert, ist eure Sache – Dritte dürfen davon nichts mitbekommen müssen, ungefragtes Einbeziehen Unbeteiligter ist tabu. Ob als schneller Kick für den Quickie oder als Element für längere Sessions: Butterfly funktioniert am besten, wenn ihr Erwartungen und Grenzen vorher offen besprecht.