Fotzenscheißen
Derber Slang-Ausdruck für das bewusste, kontrollierte Herauspressen von Flüssigkeit — meist Sperma nach einem Creampie — aus der Vulva; bildlich gemeint und nicht mit echtem Stuhlgang zu verwechseln.
Fotzenscheißen ist ein derber, umgangssprachlicher Ausdruck aus dem Erotik- und Pornografie-Slang und meint das bewusste Herauspressen von Flüssigkeit aus der Vulva — am häufigsten von Sperma nach einem Creampie, manchmal auch von Scheidensekret oder Spülwasser. Der Begriff ist bildlich zu verstehen: Das „Scheißen“ bezieht sich auf die Press- beziehungsweise Bauchpressen-Bewegung, mit der etwas nach außen befördert wird, und nicht auf echten Stuhlgang. Sprachlich ist der Ausdruck vulgär und teils abwertend, weil „Fotze“ ein grobes Schimpfwort für die Vulva ist; im Sprachgebrauch taucht er fast nur im Dirty Talk oder in einschlägigen Videotiteln auf. Einen medizinischen oder seriösen Fachbegriff dafür gibt es nicht — gemeint ist schlicht das gezielte Nach-außen-Drücken von Flüssigkeit.
Bedeutung und Herkunft
Der Ausdruck setzt sich aus dem vulgären Wort für die Vulva und dem Verb „scheißen“ zusammen und lebt bewusst von der Drastik dieser Kombination. Genau darin liegt für manche der Reiz: Die grobe Sprache ist Teil der Erregung, ähnlich wie beim Dirty Talk allgemein. Inhaltlich steckt dahinter ein ganz alltägliches körperliches Können — nämlich die Fähigkeit, mit Bauch- und Beckenbodenmuskulatur Druck aufzubauen und Flüssigkeit aus der Scheide zu drücken. In der Pornografie ist daraus ein eigenes visuelles Motiv geworden: Nach einem Creampie wird das Sperma sichtbar herausgepresst, oft in Großaufnahme. Eine gewisse Nähe besteht zum Squirting, auch wenn dort die Flüssigkeit im Höhepunkt eher unwillkürlich herausschießt, während sie hier bewusst und kontrolliert herausgedrückt wird.
Worauf es in der Praxis ankommt
Wer das ausprobieren möchte, braucht vor allem Kontrolle über den Beckenboden und eine entspannte Haltung. Hilfreich ist eine Position, in der die Schwerkraft mitarbeitet — hockend, im Vierfüßlerstand oder mit leicht angehobenem Becken. Über die Bauchpresse — ein sanftes Pressen wie beim Stuhlgang, daher der Name — lässt sich der Ausstoß dosieren. Wichtig ist, nichts zu erzwingen, denn zu starkes Dauerpressen belastet den Beckenboden unnötig.
- Den Beckenboden bewusst an- und entspannen können — das lässt sich gezielt üben.
- Ein Handtuch als Unterlage bereitlegen, damit es entspannt und ohne Stress bleibt.
- Vorher klären, ob alle die Szene und die derbe Sprache wollen — Konsens gilt auch fürs Vokabular.
- Auf Hygiene achten und sich in Ruhe waschen, das nimmt jeden Druck raus.
- Danach kurz zusammen ankommen und aufeinander eingehen, Stichwort Aftercare.
Einordnung, Sicherheit und Missverständnisse
Das häufigste Missverständnis steckt schon im Wort: Es geht nicht um Stuhlgang oder irgendetwas Fäkales, sondern nur um das Herausdrücken von Flüssigkeit aus der Scheide. Auch mit einem Flatus vaginalis, also dem Entweichen von Luft aus der Vagina, hat es nichts zu tun — dort ist es Luft, hier Flüssigkeit. Gesundheitlich ist das gezielte Herauspressen für die meisten Menschen unbedenklich, solange der Beckenboden nicht dauerhaft überlastet wird. Wer zu Hämorrhoiden oder Beckenbodenschwäche neigt oder kurz nach einer Geburt ist, geht es besser behutsam an.
Der wichtigste Punkt bleibt das Einverständnis aller Beteiligten: Sowohl die Praxis als auch die grobe Sprache sollten alle wollen. Für die einen ist das drastische Wort ein Lustverstärker, für die anderen eine klare Grenze — beides ist völlig in Ordnung, und ein kurzes Gespräch vorher klärt es. So wird aus einem derben Slang-Begriff eine entspannte, einvernehmliche Spielart, bei der sich niemand übergangen fühlt.